24h Gebet Schweiz

Entstehungsgeschichte und Entwicklung der
24h – Gebetswachen in der Schweiz

Als erstes möchte ich Gott danken für seine Gnade und Barmherzigkeit über uns als Familie und über der Schweiz. Ich bin Deutscher und Gott brachte mich in die Schweiz indem ich vor 15 Jahren meine Frau Regula heiratete, die Schweizerin ist.
Vor ca. 9 Jahren durfte ich eine Erfahrung mit dem Vater im Himmel machen, die mein Leben als Christ noch einmal radikal und anhaltend veränderte. Ich durfte empfinden was Gott empfindet wenn er auf sein Volk in der Schweiz sieht. Das war so schmerzhaft und erschütternd, dass ich auf der Stelle zusammengebrochen bin. Ich begann zu weinen, zu schreien, zu flehen und um Gnade und Erbarmen zu bitten. Es war die Geburtsstunde eines Fürbitters für die Schweiz. Seither betet der Heilige Geist ohne Unterlass in mir. Es war das Nehemia-Erlebnis, der ebenfalls, als er hörte und erkannte wie es um sein Volk stand, zusammenbrach, weinte, betete, um Vergebung bat und fastete, tagelang. (Neh. 1;4-5)
Interessant in diesem ganzen Zusammenhang ist noch die Bedeutung meines Namens Woiwode. Dieser Name kommt aus dem Russischen und Slawischen. Es bezeichnet beide Male einen Titel, einmal den eines Generals und zum anderen den eines Statthalters! Wir wissen, dass Namen bei Gott eine sehr wichtige Rolle spielen und ich bin absolut überzeugt, dass in meinem Namen Berufung und Bestimmung enthalten sind.
Es hat natürlich viele andere im Lande gegeben, die schon lange am Beten waren, die den Weg bereitet haben, gesät haben und ebenso Anteil an der ganzen Entwicklung hatten und haben. Der Herr gab mir im September 1994 eine Vision über den Zustand des Leibes Christi im Land und wie er dem begegnen wollte.

Die Vision

Geschrieben im September 1994 von Werner Woiwode

Und der Herr spricht: „Ich will dich teilhaben lassen an meinem Schmerz über dieses Land, über das Volk, das nach meinem Namen benannt ist. Denn mich, die frische Quelle lebendigen Wassers haben sie verlassen und haben sich löchrige, stinkende Zisternen gegraben. Ihr sagt, ihr seid reich und braucht nichts. Dabei erkennt ihr nicht, dass ihr elend, bemitleidenswert, arm, blind und nackt seid. Ihr feiert euere Gottesdienste , haltet euere Gebetsverammlungen ab und redet über mich. Und ich, der Herr, stehe draussen vor der Türe und klopfe an. Doch ihr lasst mich draussen stehen. Ich, der ich heilig bin, habe euch dazu berufen, auch heilig zu sein in euerem ganzen Wandel. Doch ihr wandelt auf eigenen Wegen und entheiligt so meinen Namen. Dieses Land braucht Heilung. Ich will trotz allem heilen. Ich will retten. Ich will erwecken. Ich kann dies aber nur tun, wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich demütigt, wenn sie beten, mein Angesicht suchen und von ihren bösen Wegen umkehren. Darum sollt ihr durch das Land gehen, in jede Hauptstadt (kulturelles, geistliches, wirtschaftliches Zentrum) und sollt mich dort anbeten, meinen Namen proklamieren und den Weg für mein Volk bereiten.

„Zieht hindurch, zieht hindurch durch die Tore! Bereitet den Weg des Volkes! Bahnt, bahnt die Strasse, reinigt sie von Steinen! Richtet ein Feldzeichen auf  über den Völkern.“ (Jes. 62;10)

Zieht in jede Kantonshauptstadt und bereitet durch euere Gebete den Weg für mein Volk. Helft mit, diese Städte rein und sauber zu beten. Richtet überall ein Feldzeichen auf, den Namen Jesus Christus!

Ich will dieses Land wieder herstellen, in dem ich über die Hauptstädte Wächter bestelle, die mich anrufen Tag und Nacht.

Durch euere Gebete wird es zu Freisetzungen kommen, unter anderem von geistlichen Leitern. Sie werden eine neue Sicht bekommen, so dass sie sich einander zuwenden und mein Angesicht suchen. Es werden neue Gebetsgruppen entstehen, die als Wächter den gleichen Dienst versehen werden wie ihr. Bestehende Gebetskreise werden ermutigt und neu erfasst von meinem Geist. Ich werde diesen Gruppen neue, brennende Wächter hinzufügen.

Dies alles wird dazu beitragen, dass das geistliche Klima in diesem Land verändert wird. Es wird in der unsichtbaren und in der sichtbaren Welt kleine, unscheinbare, aber auch grosse sichtbare Erschütterungen geben. Dieses Land wird mehr und mehr aus den Fugen geraten. Aber durch die ernsthaften Gebete meiner Kinder werden viele meines Volkes darauf vorbereitet, sich zu demütigen, zu beten (aus dem Herzen heraus zu schreien), mein Angesicht zu suchen und umzukehren von ihren bösen Wegen.

Und es kommt der Tag, wenn ihr getan habt, was ich euch gesagt habe, dass viele meines Volkes, über dem mein Name ausgerufen ist, einmütig zusammenkommen werden, um von ganzem Herzen Busse zu tun und mich anzubeten. Und ich werde hören und viele in diesem Land heilen und befreien. Es wird zu einer Erweckung unter meinem Volk kommen und Menschen aus der Welt werden erfasst werden. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur werden erfasst und Busse tun. Und ihr werdet wieder Salz sein, das durchdringt, das konserviert. Ihr werdet nicht mehr nutzlos sein und fade. Ich, der Herr, werde es tun!“

Es hiess da: Wenn ihr das tut was ich euch gesagt habe, dann werde ich ebenfalls handeln und ihr werdet Frucht sehen. Gott verhiess uns ganz konkrete Sachen: Neue brennende Wächter! Neue Gebetskreise! Neue Gebetsbewegungen usw.
Wenn wir heute zurückschauen, können wir nur staunen und Danke sagen. Nach unseren Gebetszusammenkünften in jeder Kantonshauptstadt zwischen 1994 – 1996 sind im ganzen Land weitere Gebetsgruppen entstanden, Gebetshäuser ja sogar ganze Gebetsbewegungen und -dienste. In vielen Kantonen und Regionen kommen die Leiter zusammen, beten für einander und für ihre Stadt und Region. Das alles sind Auswirkungen dieser ersten Gebetsrunde durch die Kantonshauptstädte. Der Herr sagte in der Vision: „Bereitet den Weg des Volkes!“ Ausserdem sagte Gott aber noch etwas: „Ich will dieses Land wieder herstellen, in dem ich über die Hauptstädte Wächter bestelle, die mich anrufen Tag und Nacht!“ Der Herr will also in allen Kantonen der Schweiz 24h Gebetswachen ins Leben rufen! Es begeistert mich, dass er das bereits im 1994 verheissen hat, als noch fast niemand über 24h Gebete sprach, jedenfalls in unserem Land. Vor Jahren hat Gott uns noch einmal an diese Verheissung erinnert und gesagt: „Jetzt ist die Zeit noch einmal durch das land zu gehen, in jede Hauptstadt und dort dafür zu beten, dass in jedem Kanton ein oder mehrere 24h Gebetswachen entstehen. Wir haben nach einer Konferenz im April 2000, die auch als Vorbereitung diente (mit Tom Hess, John Mulinde u.a.), im Mai 2000 damit begonnen. Wir freuen uns sehr über den Umstand, dass wir in einigen Kantonen offene Türen einrennen. Das heisst, dass dort bereits ein 24h Gebet existiert oder eine Vision dafür vorhanden ist oder schon eine konkrete Planungsphase angefangen hat. Ziel dieser ganzen Gebetsmobilisation ist es letztendlich, ein nationales 24h Gebet in Existenz zu beten. Wir wollen, dass Gebetsgruppen, Gemeinden, Städte oder Kantone jeweils einen Tag des Monats übernehmen bis für jeden Tag des Monats eine Gruppe gefunden ist. Das Ganze soll kein Selbstzweck sein. Es geht darum, dass wir als Nation in unsere von Gott gegebene Bestimmung hineinkommen. Neben anderen Aspekten bin ich davon überzeugt, dass die Schweiz (zumindest wir Christen) ein Haus des Gebets für die Nationen Europas und Israels sein sollen. Der Name Schweiz geht zurück in ihrer ursprünglichen Bedeutung auf das Wort „Wächter sein“!!! In vielerlei Hinsicht üben wir dieses Wächteramt auch bereits schon seit Jahrzehnten aus. In unseren Banken „wachen“ wir über Konten und Gelder unterschiedlicher Herkunft. In ehemaligen Militäranlagen (geheime Orte) lagert die Schweiz für Konzerne aus der ganzen Welt wichtige Daten und „wacht“ so über deren Fortbestand und Existenz. So hat unser Land auch in geistlicher Hinsicht im Hinblick auf Europa und Israel sein von Gott gegebenes Wächteramt einzunehmen und ein Segen zu sein.
Das erste 24h Gebet in der Schweiz war und ist immer noch eine 24h Gebetswache für Israel. Ende 1997 sprach Gott durch sein Wort aus Jesaja 62;6-7 zu mir. Es wurde zu einer dringlichen, unmittelbaren Aufforderung, dieses Anliegen Gottes praktisch umzusetzen in unserem Land. Ich verstand es so, dass der Gott Israels uns aufforderte als Leib Christi der Schweiz für die Juden und Israel einzustehen. Wir sollten Ihm Tag und Nacht in den Ohren liegen und keine Ruhe lassen. Es war genau Gottes Zeitplan und so fingen wir mit dieser Gebetswache für Israel an. Die meisten Fürbitter/Innen beten zwischen 1/2 und 1 Stunde zu Hause. Wir haben 7 Tagesverantwortliche von denen jeder einen Wochentag betreut. Es sind pro Tag zwischen 30 und 50 Beter/Innen die kontinuierlich, rund um die Uhr am Beten sind. Als Gebetsgrundlage für alle dient ein monatlich erscheinender Gebetsbrief aus Jerusalem der in deutsch und französisch übersetzt wird. So gibt es seit Jahren eine Gebets- und Segensbrücke von der Schweiz nach Israel, wo hunderte von Fürbitter/Innen aus dem ganzen Land (allen Sprachregionen) und aus allen Kirchen- und Gemeindehintergründen dem Herrn Tag und Nacht in den Ohren liegen und Israel seit Jahren ununterbrochen gesegnet wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese erste 24h-Gebetswache auf nationaler Ebene für Israel, ein Schlüssel dafür gewesen ist, dass nun in jedem Kanton 24h Gebetswachen entstehen werden.
Die Schrift sagt „Den Juden zuerst“! Der Gott Israels wollte, dass in der Schweiz zuerst ein 24h Gebet für sein auserwähltes Volk entsteht. „Wer Israel segnet, den will Ich segnen“, sagt der Herr. In Sprüche 11;24 heisst es: „Da ist einer, der ausstreut und er bekommt immer mehr“. Wir haben Bitten, Gebet und Segen für Israel ausgestreut und nun merken wir, wie auch wir immer mehr 24h Gebetswachen bekommen. Wie die Bereitschaft und Leidenschaft für das Gebet im Lande zunimmt. Wie auch in anderen Ländern für die Schweiz gebetet wird. In unserer Landeshymne heisst es unter anderem „Betet, freie Schweizer, betet“! Dieser Aufruf hat prophetischen Charakter und soll dazu beitragen, dass wir in unsere Bestimmung hineinkommen, ein Haus des Gebetes zu sein für Israel und die Nationen.

Kommentare sind geschlossen