Gebets- und Diakoniereise nach Israel 2010

BOAS-Signet

Erlebnisse und Eindrücke der Israelreise vom 22.4. bis 2.5.2010

Schon sind die Tage in Israel wieder vorüber. Was bleibt sind wunderbare Erinnerungen, neue Aspekte und tiefe Dankbarkeit Gott gegenüber für alle Bewahrung auf unserer Reise.

Es wäre zu lange, wenn ich alles Erlebte aufschreiben würde. Darum hier nur einige Höhepunkte. Da war die Begegnung mit Raissa, in einer russisch-messianischen Gemeinde in Herzliya. Sie sprach kaum Englisch, und doch verstanden wir uns nach dem Herzen, als wir füreinander beteten. Ich verliess kurz den Raum, und als ich wieder zurückkam, wartete sie auf mich mit einem Teller Kuchen, den sie gebacken hatte, und einem Becher Tee. Das Leuchten in ihren Augen sprach mehr, als viele Worte es oft tun.

Ein spezielles Erlebnis war für mich , als wir zum Gazastreifen fuhren um zu beten. Ich spürte in mir eine Mischung von Angst, Verunsicherung und Bedrohung, aber ich hielt es einfach aus, da zu stehen und zu beten, und in mir wuchs das Bewusstsein, das die Menschen in dieser Gegend täglich mit diesen Gefühlen leben. Ich wünsche mir, das diese Erfahrung meine Gebete für Israel beeinflussen wird.

Einfach grossartig war die Fahrt zur Grenze vom Libanon, an den See Genezareth und zur Taufstelle an den Jordan. Dieses Land ist einfach so wunderschön, und ich genoss die Fahrt. Gott ist so gut! Auch wenn ich mit dem Gedanken nach Israel reiste, zu beten und anderen zu dienen, ist Gott immer der, der mich überrascht und mir weit mehr zurückgibt als ich investiere. Ich fühlte mich an diesem Tag sehr beschenkt und gesegnet.

Und dann war natürlich noch die Hochzeit von Cindy und Oleg auf dem Karmel. Ich habe noch nie zuvor eine jüdisch-messianische Hochzeit miterlebt. Am Abend davor gab es die sogenannte „Brightshower“, wo nur Frauen eingeladen waren. Da wird für die Braut gebetet, man darf ihr gute Wünsche mit in die Ehe geben oder etwas erzählen, das man gemeinsam erlebt hatte. Am Tag der Hochzeit war alles bereit in den Räumlichkeiten von Or HaCarmel, und wir konnten einen feinen Apero geniessen. Aber natürlich waren wir sehr gespannt auf den Moment, wo endlich das Brautpaar eintreffen würde. Und dann kamen sie, der Bräutigam und seine wunderschöne Braut. Die Zeremonie fand dann nach jüdischer Tradition unter der Chuppa (Baldachin) statt und nach dem Jawort wurde ausgelassen getanzt zu israelischer Musik. Es war ein sehr schönes Fest und ein Abbild von dem, was Gott tut, zu schaffen aus Juden und Heiden den einen neuen Menschen nach seiner Verheissung.

Karin Wipf

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