Südkorea 2011

15. – 28.2.2011

„Und ich, als ich zu euch kam, Brüder und Schwestern, kam nicht, um euch mit Vortrefflichkeit der Rede oder der Weisheit das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen als nur Jesus Christus und ihn als gekreuzigt. Und ich war bei euch in Schwachheit und mit Furcht und in vielem Zittern und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft beruhe.“ 1.Kor. 2,1-5

Ich durfte bereits das 4. mal nach Südkorea reisen um in verschiedenen Gemeinden zu predigen. Es waren wiederum Orte ,wo ich das erste mal eingeladen war. Und noch nie ist mir so bewusst gewesen wie diesmal, dass ich den Erwartungen der Menschen dort niemals gerecht werden kann. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich noch bei keinem meiner Aufenthalte so schwach und elend fühlte wie diesmal (zumindest am Anfang). Ich war bei der Abreise nicht ganz gesund und beim Anflug auf Seoul erlitt ich fast einen Kreislaufkollaps. Diese Schwachheit einerseits und die Erwartungshaltung der koreanischen Geschwister auf einen starken, geisterfüllten, brillianten Prediger andererseits, warfen mich wie nie zuvor auf Gott und auf die Worte von Paulus (siehe oben).

Aber ich durfte einmal mehr erleben, dass Gott mit uns ist, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn er uns sendet. Es spielt im Grunde keine Rolle wohin und in welche Umstände, aber wir können gewiss sein, dass er Frucht daraus wachsen lässt. Es war faszinierend zu erleben, wie Gottes Geist in kleinen Gemeinden und Veranstaltungen wirkte, ja einzelnen Personen durch prophetische Worte und Bilder diente und wie er es in großen Versammlungen mit einigen Hundert Menschen tat. Ich durfte wie Paulus sagen, dass ich mit vielem und mit wenigem, großen und kleinen leben kann – wenn nur Er bei mir ist. So war ich u.a. einmal in einem Art christlichem Gästehaus untergebracht. Einfach, aber gut, sauber und sehr hellhörig. Ich kam in den Genuss einer Jugendgruppe, die neben mir einquartiert wurden. Bis morgens um 3:00 Uhr war es so laut als wenn sie ein Meeting hätten. Ein andermal quartierte mich eine der größten Methodisten Gemeinden in einer Suite eines 4 Stern Hotels ein. Wir suchen weder das eine noch das andere, aber wir wollen Gottes leidenschaftliche Liebe weiter geben und Menschen dazu motivieren, ihm ihr ganzes Leben zu überlassen; einfach weil wir ihn etwas besser und tiefer erkannt haben. Deshalb begeistert mich letztendlich jeder dieser Einsätze; egal wie mühsam oder schwierig es zwischendurch wird. Menschen schlussendlich begeistert und entbrannt für Gott zu sehen, ist das allemal wert. WW

Kommentare sind geschlossen.