Gebets- und Diakoniereise nach Israel 2011

BOAS-Signet

Seit 7 Jahren bereisen wir nun jedes Jahr mit einer Gruppe von 13-17 Teilnehmern Israel. Wir besuchen drei Messianische Gemeinden und zwar in Ashdod, Jerusalem und auf dem Mt. Carmel. Wer deshalb meint, dass wird doch sicher eintönig für uns als Leiter, der irrt sich aber ganz gewaltig. Auf der einen Seite sind es ja nie alles die gleichen Teilnehmer. Die Gruppe ist dementsprechend immer anders und deshalb auch die Gruppendynamik. Interessant und spannend wie sich das Miteinander dann jeweils entwickelt. Das wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie z.B: Alter der Teilnehmer, Frauen- und Männeranteil, Israel-erfahren oder erste Reise usw.

Auf der anderen Seite wissen wir nie, wie sich die Situation im Land und speziell bei den zu besuchenden Gemeinden entwickelt hat. Natürlich stehen wir das ganze Jahr hindurch per Mail mit ihnen in Verbindung, aber das ändert sich manchmal von einem Tag auf den anderen und sieht dann eben evt. vor Ort noch mal anders aus als von zu Hause.

Einige der eindrücklichsten Begegnungen oder Geschehnisse waren:
– Das Treffen mit Holocaustüberlebenden in Ashdod. Das Zeugnis eines Beteiligten erschütterte uns alle. Es traf mitten ins Herz.
– Die Gebetszeit im frisch renovierten Haus in Ashkelon , das eine Drogenreha sein wird. Wir beteten in allen Räumen und dann vor allem für das Leiterehepaar, das diese Arbeit aufnimmt. Diese Segnungszeit war ganz stark von der Gegenwart Gottes geprägt.
– Zwei mal erlebten wir Raketenalarm in Ashkelon. Beim zweiten Mal sahen wir wie die Rakete aus dem Gazastreifen von einer Abwehrrakete der Israelis unschädlich gemacht wurde.
– „Auf deine Mauern Jerusalem habe ich Wächter bestellt“ .Wir durften für einige Stunden solche Wächter sein. Sehr eindrücklich war dann, als wir von der Mauer Gottes Wort beteten und proklamierten und im selben Moment begann der Muezzin zu beten. Da wir direkt neben einem großen Lautsprecher standen, hörten wir ihn unerträglich laut! Aber wir wissen, dass diese Götzengebete nicht gehört, geschweige denn erhört werden; ganz im Gegensatz zu den von uns gebeteten „Worten Gottes.“
– Dann waren wir an dem Ort, wo David den Goliath besiegt hat. Als wir dort ankamen, waren wir alleine. Wir beteten für die junge Generation im Land, dass sie wie David werden sollen. Während wir beteten kamen Hunderte von jungen Leuten an diesen Ort und umringten uns. Ich blies dann noch das Shofar und wir sangen, dass der Geist Gottes ausgegossen werde.
Apropo Shofar. Ich hatte meines ja in Pakistan verschenkt. Ofer Amitai, der für mich betete als ich in Pakistan war, hatte diese „Verschenkaktion“ so berührt, dass er sich vornahm, wenn ich nach Israel käme und hätte noch kein neues Shofar, dann wolle er mir seines schenken. Und so kam ich zu meinem neuen Shofar. Das berührte mein Herz sehr.
– Als wir zur Gemeinde von David und Karen Davis auf dem Carmel kamen, fand einige Stunden später eine Hochzeit statt. Andrei, ein ehemaliger Drogenabhängiger, der das Programm im „Haus des Sieges“ durchlaufen hatte und vollkommen frei wurde, heiratete. Wir hatten vor einigen Jahren dieses „House of Victory“ mit einer Gruppe besucht und gerade für diesen Andrei speziell gebetet, ihm die Füsse gewaschen und etliche prophetische Worte über seinem Leben ausgesprochen. Welch ein „Zufall“ nun genau zu seiner Hochzeit da anzukommen! Die Freude war auf beiden Seiten gross! Auch der Besuch bei Cindy und Oleg war wunderbar. Sie hatten letztes Jahr geheiratet und wir konnten in ihrer Wohnung singen und beten. Sie sind ein Beispiel des „einen neuen Menschen“ aus Eph 2 (Cindy als Gläubige aus der CH und Oleg als Messianischer Jude, der Alijha gemacht hat).
– Unser Gebetseinsatz an der Grenze zum Libanon war auch noch speziell eindrücklich, weil so viele Israelis wegen der Feiertage unterwegs waren . Mir ging auch der junge Wachsoldat hinter dem Stacheldrahtzaun lange Zeit nicht mehr aus dem Sinn.

Es gäbe noch vieles zu berichten. Nicht uns Herr, sondern Dir allein gebührt Dank und Ehre!

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