Gebets- und Fastenwoche für die Schweiz in Aeschi 2013

18. – 24. März 2013 | Aeschi bei Spiez

„Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn!“ Joh 14, 13

Wir waren 19 Personen, die sich im Jugendheim Aeschi bei Spiez eingefunden hatten, um sich für eine Woche ganz bewusst auf Gott und sein Wort zu fokussieren. Das Sein vor IHM, ihn anzusehen, zu hören und daraus dann durch Dank, Gebet und Fürbitte zu antworten, war unser (und vor allem SEIN) Anliegen. Und es sei einmal mehr vorweggenommen: Es war und ist kein Opfer, wenn wir uns entschließen auf das Essen zu verzichten. Es ist ein wunderbares Vorrecht und Privileg!
Es ist nicht einfach, aus der Fülle des Erlebten nur einiges herauszuholen und darüber zu schreiben. Was wir alle als überaus eindrücklich erlebt haben, war das Lesen und Hören von Gottes Wort! Wir erlebten ganz praktisch, was es heißt: „Mein Wort kommt nicht leer zurück, sondern es wird das tun, wozu es ausgesandt wurde!“ Durch sein Wort wurden Teilnehmer befreit, geheilt, wiederhergestellt, erfüllt, voller Freude, ermutigt u.v.m. Gott zeigte sich uns – in und durch sein Wort.

Eine sehr eindrückliche Fürbittezeit ergab sich als wir für Kinder, Eltern, Ehen, Familien beteten. Gott hatte bereits in der Nacht zuvor jemandem einen Traum „geschenkt“, in dem Kinder, die alleine und verlassen waren, verzweifelt ihre Arme ausstreckten, weinten und sich nach jemandem sehnten, der sich um sie kümmert. Kein Auge blieb trocken, kein Herz unberührt. Es brach regelrecht etwas auf in uns allen und so überließen wir uns der Führung des Heiligen Geistes. Während dieser eindrücklichen Zeit hat Gott sicher auch in etlichen Teilnehmern Heilung und Wiederherstellung bewirkt.

Eine weitere sehr eindrückliche Zeit war unser „Gebetseinsatz“ auf dem Bundesplatz in Bern. Gott gab eines Morgens diesen Impuls und wir waren uns alle einig, dorthin zu fahren und direkt vor Ort für unsere Regierung zu beten. Wir hatten ja nichts geplant und wussten auch nicht, was uns erwarten würde. So waren wir freudig überrascht zu hören, dass unsere Politiker im Bundeshaus waren, weil die Frühjahrsession im Gange war. Wir konnten leider nicht hinein, da unsere Gruppe zu groß war (für Gruppen nur mit Anmeldung). So bildeten wir kleine Gruppen, von denen sich jeder für einen Bundesrat entschied, um für ihn/sie zu beten. Dazu verteilten wir uns auf dem Bundesplatz, aber immer mit Sichtkontakt zum Bundeshaus. Wie freuten wir uns, als wir Ueli Maurer plötzlich ganz alleine herauskommen sahen. Ich gehörte zu der Gruppe, die gerade für ihn betete. Regula sagte, dass Gottes Segen ihn treffen und verfolgen solle. Im selben Moment als sie das betete, packte Herr Maurer sich an den Hinterkopf und schaute sich tatsächlich um. Der Segen muss ihn körperlich bemerkbar getroffen haben. Volltreffer!! Neben Herrn Maurer sahen wir noch die Herren Walter, Minder, Bertoluzzi, Brunner und Freysinger.

Beim Lesen der Evangelien wurden wir immer wieder ergriffen, wenn wir zu Jesu Kreuzigung kamen. Ein großes, sehr eindrückliches Bild des Gekreuzigten (von Matthias Grünewald) untermalte das noch. An einem Tag sahen wir uns dann noch „Die Passion Christi“ als Video Film an (freiwillig). Es war kaum anzusehen, anzuhören und auszuhalten. Wir alle waren zutiefst erschüttert! In dieser Nacht hatten wir, gemeinsam als Gruppe, von 02:00-03:00 Uhr eine Gebetswache, die etwas vom Eindrücklichsten während dieser Woche war. „Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?“ Doch: Wir können! Und wir wollen!

Szenenwechsel: In Aeschi hat es eine Lobpreiskapelle, die die Marienschwestern vor einigen Jahrzehnten dort erbauten. Wiederum einem Impuls des Heiligen Geistes folgend, wanderten wir als Gruppe dort hinauf und verbrachten ca 1 ½ Stunden in der Anbetung, Dank- und Fürbitte für unser Land. Es war drinnen fast noch kälter wie draußen (es hatte ein Thermo-meter). Nachdem wir eine Stunde angebetet hatten, war die Temperatur um 3 Grad angestiegen. Zum Schluss machten wir freudig Lärm vor dem Herrn, jauchzten mit lauter Stimme, stießen einen Siegesschrei aus und verstärkten das alles mit Schofar, Trommel und Kuhglocke! Es war gewaltig.

Am letzten Abend bereitete das Team eine Festtafel für alle. Die Teilnehmer mussten draußen warten bis alles bereit war. Die aneinander gestellten Tische wurden mit einem edlen, goldenen Tischtuch bedeckt. Das Abendmahl (für jeden ein Glas und ein Stück Knäckebrot auf Teller), Kerzen, Dekorationen und jedem eine rote Rose. Es sah umwerfend festlich und wunderschön aus. Grundlage war Gottes Einladung zum Gastmahl. Wir (das Team) baten jeden Teilnehmer einzeln herein, wuschen ihm symbolisch die Füße (tatsächlich hatten wir das schon vorher einmal getan), gaben ihm einen Kuss und salbten ihn mit Öl. Es war unbeschreiblich. Ein Hauch von Gottes Herrlichkeit war spürbar. Wir hatten nichts weiter geplant als ein Gleichnis zu lesen und das Abendmahl zu feiern – und zu schauen was der Herr daraus macht. Fast zwei Stunden dankten wir, sahen die Tafel und einander an und staunten dankbar wie die Kinder, im wahrsten Sinne des Wortes.

Daniela, die zum Team gehört, ist eine rechte Powerfrau. Sehr ruhig, immer im Hintergrund; aber ein Vulkan voller Kreativität. In der ersten Fastenwoche hatte sie u.a. ein sehr ausdrucks-starkes Bild gemalt. Auch dieses Mal brachte sie Leinwand, Farben, Stoffe, Papier und eine Nähmaschine mit! Während dieser Woche begann sie dann ein Banner zu nähen, mit der Schweiz darauf. Immer wieder sah man sie in dieser wunderbaren Atmosphäre an diesem Banner arbeiten. Und als wir es zum Ende der Woche hochhielten und fotografierten, merkten einige, dass es seitenverkehrt aufgenäht war! Mit diesem Eindruck gingen wir auseinander und nach Hause. Am anderen Tag schrieb eine Teilnehmerin dazu folgendes:

Schon seit gestern Abend bewegt mich etwas, dass ich euch einfach mitteilen möchte.
Daniela hat ein wunderschönes Banner genäht, aber die Schweiz aus unserer Sichtweise verkehrt darauf platziert. Aber ich empfinde, dass dies prophetisch ist und genau Gottes Sicht! Wir haben gebetet, gefleht, proklamiert und den Himmel bestürmt für unsere Nation und der Himmel ist in Bewegung geraten und Daniela wurde in dieser Atmosphäre, ohne ihr Wissen so inspiriert, die Schweiz verkehrt herum aufzunähen. Gott hat auf unsere Gebete gehört und ER wird unsere Nation umkrempeln und verändern, so dass nichts mehr so ist wie vorher!!! So bin ich fest davon überzeugt, dass Danielas Kreation nicht falsch ist, sondern prophetisch und genau inspiriert aus dem Herzen Gottes!!! Bitte, sie soll nicht entmutigt sein und das Banner nicht abändern oder sogar wegwerfen! Es soll als prophetisches Zeichen hochgehoben werden! Gott wird durch SEIN Feuer beginnen unsere Nation umzukrempeln. IHM soll alle Ehre gehören. B.J.

Wir sind ebenfalls davon überzeugt, dass die „Bannergeschichte“ die Kernaussage Gottes für unser Land zum Ausdruck bringt. So freuen wir uns, dass Gott uns nicht einfach „verkehrt“ lässt, sondern korrigierend eingreift. Dazu wollen wir auch persönlich „hinhalten“ und weiterhin betend für unser Land einstehen.
W.W.

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