200 Personen beten für die jüdische Bevölkerung der Schweiz

Am Samstag vor dem Bettag versammelten sich etwa 200 Christen auf der Grossen Schanze in Bern. Anlass war das aktuelle Aufflammen des Judenhasses in der Schweiz. Pfarrer Hansjürg Stückelberger erinnerte daran, dass die Kultur der Schweiz auf jüdisch-christlichen Wurzeln fusst. „Umso mehr müssen wir erschrecken, was Christen im Laufe der Geschichte den Juden angetan haben.“ Die Irrlehre der Ersatztheologie habe dem Antisemitismus Vorschub geleistet. „Wir machen uns heute schuldig, wenn wir nicht gegen den aktuellen Judenhass protestieren!“, betonte Stückelberger. Hans-Peter Lang, Leiter von Gebet für die Schweiz, erklärte: „Wir bitten um Vergebung, dass Juden heute in unserem Land Angst haben müssen und über Jahrhunderte verfolgt wurden!“ In kleinen Gruppen wurde Busse getan, Fürbitte geleistet und Gott für das jüdische Volk gedankt, dem wir die Bibel, die Propheten, die 10 Gebote und nicht zuletzt den Messias selbst verdanken. (Quelle: Website GfdCH)

Eingeladen zu diesem Anlass in Bern hatten Gebet für die Schweiz (GfdCH) und die Israel Werke Schweiz (IWS)! Als ich den Einladungsflyer mit den Signeten beider Organisationen sah, erfüllte mich das mit tiefer Freude, Dankbarkeit und Begeisterung. Denn das war das erste Mal, dass solch ein gemeinsamer Ruf zum Gebet in unserem Land erklang. Und auch in diesem Fall sind das Auswirkungen unserer jahrelangen Gebete.

Wir sind seit ca. 20 Jahren mit GfdCH unterwegs und erlebten noch den Visionär und Gründervater Werner Sidler. Er hatte die Vision: Für jede Ortschaft der CH eine Gebets-gruppe. Wir haben in diesem Kreis viele Geschwister kommen und wieder gehen sehen. Und da Israel einen Platz in unseren Herzen hatte, versuchten wir das auch in dieser Gruppe zu einem Thema zu machen. Doch die Zeit dafür war wohl noch nicht reif. So war es ein beständiges Gebetsanliegen. Wenn wir heute sehen, was für ein biblisches Verständnis, welch eine Liebe zu Israel und die daraus resultierende Verantwortung bei GfdCH gewachsen ist, können wir nur staunen und Gott von Herzen danken!

Die Israel Werke Schweiz (IWS) gab es vor 20 Jahren noch nicht. Es gab sicher schon einige Dienste, wie z.B. Pro Israel, aber es gab wenig bis keine Zusammenarbeit zwischen ihnen. Auch bei dieser Geburt durften wir Hebamme sein. Im Jahr 98 luden wir zu einer Israel -Gebetskonferenz in die Friedenskirche in ZH ein. Und der Heilige Geist gab uns klipp und klar den Auftrag, die Leiter der Israel Dienste für den Samstagnachmittag zu einem separaten Treffen einzuladen. Der Sinn und Zweck dieses Treffens war Busse und Versöhnung und der Abbau von Ängsten und Misstrauen, indem wir das Abendmahl miteinander einnahmen. Das war der Moment der Zeugung (eins-werden), aus dem dann die IWS zur Geburt kam.

Gottes Gnade und Absicht führte es so, dass wir als Abraham Dienst in beiden Leitungs-kreisen dabei sind und so eine Brücke bilden und deshalb schon lange für ein segensreiches Miteinander beten. Im Jahr 2005 führten wir mit einigen Leitern beider Gruppen einen Anlass auf dem Bundesplatz durch (Blast das Horn). Es war sehr prophetisch und wies damals schon den Weg zu einem Miteinander! Und so sind in den letzten Jahren Herzensbeziehungen zueinander entstanden. Und wir alle suchen Gottes Möglichkeiten, auch gemeinsam ein Segen für die Schweiz und Israel zu sein. Der Gebetstag für die jüdische Bevölkerung im Land war ein erstes, kleines, aber signifikantes Zeichen dafür. Wir wollen bereit sein für viel mehr!

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