„Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Mk 5,36

Dezember 2014

JesuamKreuz

Es gibt einen Grund, warum es so oft im Wort Gottes heißt: „Fürchte Dich nicht!“ So wie es Vorsorgeuntersuchungen gibt, hat Gott vorsorgen wollen. Er wollte sicherstellen, dass seine Kinder, bevor sie sich sorgen, sein entgegengesetztes „Fürchte Dich nicht“ hören, lesen und glauben! Gott wusste, dass Satan die Angst in all ihren perfiden Arten als eine seiner stärksten und treffsichersten Waffen gegen die Ausbreitung des Königreiches Gottes überaus wirkungsvoll einsetzen würde. Dabei spielt die Globalisierung Satan perfekt in die Hände: Kein Schreckenszenario, egal wo es passiert, bleibt irgendjemandem verborgen. Wir sind fast live dabei, wenn es zu einem Tsunami, Erdbeben, Gruben- oder Fährunglück, zu gewaltsamen Demos, Attentaten, Seuchen, Flüchtlingsdramen oder zur Ausbreitung des Kalifats durch IS kommt. Die Strategie Satans scheint aufzugehen; vor allem hinsichtlich solcher satanisch- dämonisierten Mörderbanden wie der IS. Ganz schlechte Nachrichten! Very bad News!

Genau wie in der Begebenheit, aus der unser obiger Vers stammt. Versuche Dich kurz in die Lage des Vaters zu versetzen – jedoch ohne den Ausgang der Story zu kennen. Dein Kind todkrank. Angst. Du weißt, dass Jesus in der Nähe ist. Suchst ihn, findest ihn. Angst. Trotz der vielen Menschen um ihn herum: Du kannst deine Bitte vortragen. Angst. Er hört und sagt, er kommt mit Dir. Endlich Hilfe! Du wirst ungeduldig, kriegst die Krise, weil so viele Leute etwas von Jesus wollen. Angst. Er heilt noch auf dem Weg zu deinem Haus kurz jemand anderen. Stress. Angst. Wir sollten eigentlich rennen! Keine Zeit verlieren! Angst. Freunde kommen und bringen die Nachricht: „Dein Kind ist gestorben! Blas die ganze Sache ab. Du kannst aufhören. Alles umsonst. Es ist vorbei.“ Angst, Frust, Enttäuschung, Trauer, Wut.

Hier machen wir einen Schnitt

Kommt Dir das bekannt vor? Alles lief doch so gut. Dann plötzlich der Unfall, der Krebs, die Scheidung, das Auseinanderbrechen der Familie usw.. Es heißt im Text: Jesus überhörte die „Bad News“ und dass er dem Vater lediglich sagte: „Fürchte dich nicht. Glaube nur.“ Geniales Seelsorgekonzept. Nicht mal eine einzige Sitzung. Was sagt uns das auch heute noch? Wo sind die Parallelen? Schlechte Nachrichten. Bad News! Sie wollen uns zudecken, fordern unsere ganze Aufmerksamkeit, um uns zu ängstigen, zu entmutigen und zu lähmen. Werden sie zum Stolperstein und Aufgeben führen oder zur Herausforderung und Kampfansage unter dem Motto: „Jetzt erst recht!“? Folgend einige evt. hilfreiche Anmerkungen dazu:

  • Der Realität ins Auge sehen. Wir befinden uns auf einem „Schlachtfeld“. Das heißt zu erkennen, dass es einen Unterschied zwischen dem Himmel und der Erde gibt. In Off 12,12 lesen wir: „Darum seid fröhlich ihr Himmel und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinab gekommen und hat große Wut, da er weiß, dass er nur eine kurze Zeit hat.“ Das ist eine nicht wegzudisku-tierende Tatsache, mit der wir leben müssen und auch können. Denn die Gute Nachricht ist, dass wir Bürger des Königreiches Gottes sind. Licht und Salz, weil der, der in uns wohnt, stärker ist als der Satan! Wir sind nicht unangreifbar, unantastbar, aber Gott gibt uns in seiner Weisheit, Liebe und Gnade die Möglichkeit zu widerstehen, zu überwinden, weiterzumachen – durch unser Zeugnis und das Blut des Lammes. Das heißt, auf Ihn und sein Erlösungswerk fokussiert zu bleiben und es unter/in allen Umständen weiterzuerzählen.
  • Wir sollten den Schwierigkeiten nur eingeschränkte Aufmerksamkeit geben. Jesus überhörte die Nachricht, dass die Tochter gestorben war. Er verschloss nicht Ohren und Augen. Er hörte, was gesagt wurde, aber er ging nicht lange darauf ein. Seine Aufmerksamkeit galt dem, was sein himmlischer Vater aus der Situation machen wollte.
  • Glauben und vertrauen, dass Gott in schwierigen, selbst schrecklichen Umständen niemals die Kontrolle verliert oder seine Liebe plötzlich aufhört. Im Gegenteil: Oft wirkt Er genau dann gewaltig, ohne dass wir es im Moment erkennen, und es entsteht großer Segen für viele daraus. Siehe bei Josef im Gefängnis. Daniel und seine Freunde. Hiob. David. Petrus. Paulus und Silas im Kerker. Verfolgung der frühen Gemeinde usw., Satan und auch wir selber bewirken Schwierigkeiten, aber Gott macht daraus immer noch etwas Gutes. Wenn wir das Wüten und Morden der IS sehen, so gehen Tausenden oder gar Millionen von Moslems die Augen auf, dass das nichts Gutes sein kann. Sie öffnen sich für das Evangelium. Und es kommen so viele zum Glauben wie niemals zuvor! In Zeltstädten syrischer Flüchtlinge finden Gottesdienste statt, durch die ganze Sippen zum Glauben an Jesus kommen. In großer Not und Schwierigkeiten trafen sich Christen zu übergemeindlichen Gebetsversammlungen, wie in Ägypten, um für ihr Land zu beten. Dadurch kam es zum Sturz der Moslembruderschaft – Regierung. Unsere Gebete sind wohl noch niemals so gefragt und notwendig gewesen wie heute! Komm, steh auf und bete weiter. Auch die CH und Europa sehen viele als sehr krank oder schon geistig gestorben an. „Was bemühst du den Meister noch“? Aber lasst uns auf Jesus hören: „Fürchtet Euch nicht. Glaubt nur.“ Davon berichten wir in dieser Ausgabe. Da ist Leben. Da erweckt Gott an vielen Orten. Und wir geben gerne Zeugnis davon, was Gott überall auf der Welt tut, in allem Toben und Wüten des Diabolos (= Durcheinanderbringer / Verwirrung Stiftender). Denn Ihr habt Anteil daran, indem Ihr unsere Arbeit unterstützt.
  • Steh IHM ganz zur Verfügung. Es heißt, wir sollen ihn mit ganzem Herzen lieben. Mit aller Kraft. Mit allem was wir haben und sind. Jesus nachzufolgen ist kein Teilzeitjob! Darum geht es ja gerade auch bei der Trompeten-Initiative. Dieser Ruf Jesu: Ganz zurück zu IHM. Ganz zurück zu seinem Wort. Und ganz zurück zu einem Verständnis unserer Wurzeln. Wenn wir darauf hören, entsprechend handeln, dann herrscht die Angst nicht mehr über uns. Weil wir dem vertrauen, den wir mit ganzem Herzen lieben.

Dafür hat ER sich ganz gegeben! W.W.

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