Gebets- und Fastenwoche für die Schweiz im Tessin 2015

07. – 13. März 2015

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„Doch auch jetzt, spricht der Herr, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen! Und zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider und kehrt um zum Herrn, eurem Gott!“ Joel 2,12-13

Im März 2010 startete Gott die Initiative „Blast die Trompeten“ über Europa, die mit vier Versammlungen in der Schweiz begann. Nur ein Jahr später hörten wir von IHM das Wort aus Joel (siehe oben) an seine Gemeinde in der Schweiz. Es scheint, als ob unser Herr Jesus Christus sicher gehen möchte, dass wir IHN in dieser Zeit hören. Deshalb bläst ER die Trompeten als Weckruf und lädt gleichzeitig ein IHN zu suchen, zu beten und zu fasten, in den Riss zu treten für seine Gemeinde und unser Land! Dabei sind wir immer wieder fasziniert und erstaunt, wie und warum Gott den Ort und Zeitpunkt für jede Fastenwoche bestimmt. Nachdem wir im 2011 in Andermatt (Uri) waren, im Jahr 2013 in Aeschi (Bern), im 2014 in Bischofszell (Thurgau), rief uns Gott in diesem Jahr nach Losone (Tessin).
Im Casa Emmaus waren wir im Rustico sehr gut untergebracht; etwas „abgesondert“ für Gottes Absichten. Ein ganz zentraler und wichtiger Anteil dieser Versammlung ist die Anbetung Gottes. Wer IHM Dank opfert und anbetet, der verherrlicht IHN! (Ps 50,23). Dies ist ein Dienst, zu dem jeder Nachfolger Jesu berufen ist: IHN bereits auf Erden zu verherrlichen! Eine weitere Verheißung in diesem Vers ist, dass wir Gott einen Weg bahnen, damit ER uns sein Heil (das ist Jesus) sehen lassen kann! Ein starkes, wunderbares Beispiel dafür ist die Begebenheit von Paulus und Silas im Gefängnis. Als sie dankten und beteten, öffneten sich die Gefängnistüren und der Kerkermeister mit seinem Haus kam zum Glauben. Ihnen wurde das Heil (Jesus) vor Augen geführt. Ausgangspunkt dieser Wandlung war die dankbare Anbetung Gottes!
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem lauten Lesen, Proklamieren des Wortes Gottes über der Gemeinde und dem Land („Schweiz, Schweiz, Schweiz, höre des Herrn Wort“). Der Heilige Geist leitet uns jeweils dabei, was wir lesen und dann auch direkt in Gebete umsetzen sollen. Diesmal lag der Schwerpunkt auf dem Epheserbrief, den wir mehrmals über der Gemeinde ausgesprochen, proklamiert und gebetet haben. Wenn man liest, hört und verinnerlicht was dort verheißen ist,- für Dich und mich – und wir den tatsächlichen Ist- Zustand wahrnehmen, dann führt das unweigerlich auch zu Weinen und Klagen, zu Busse und Flehen. Aber auch zu einem „Aufstehen“ und zu einer neuen Bereitschaft zu kämpfen, dass wir als Gemeinde in diesen Verheißungen wandeln wollen und auch werden! Wir mussten uns in diesem Sinne auch mehrmals auf den Weg machen und an bestimmte Orte fahren, um dort in den Riss zu stehen, Busse zu tun und Gottes Absichten hinein zu beten. Folgend zwei Beispiele:

-Es sind jetzt 70 Jahre her seit der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und der Beendigung des zweiten Weltkrieges. Das Volk ist sensibilisiert (manchmal sogar mehr als die Gemeinde) durch diverse Filme, Berichte, Dokus, Artikel in den Medien. Ein solcher Artikel stand vor ein paar Wochen in der NZZ. Dort wurde u.a. ein persönlicher Briefauszug eines Leutnants an seine Frau abgedruckt. Er war im Jahre 1943 im Tessin stationiert und musste Juden, die über Italien in die Schweiz wollten, wieder zurück weisen. Als wir das im Vorfeld unserer Fastenwoche lasen, wurde uns klar, dass dies einer der Gründe war, warum Gott uns dieses Jahr in den Tessin rief. Wir lasen den Brief Leutnant Naefs bevor wir uns aufmachten, um an die Grenze zu fahren. Es war erschütternd und es blieb kein Auge trocken. Sowohl über das Schicksal der abgewiesenen Juden, als auch über den inneren Zerriss mancher Soldaten zwischen Helfen-wollen und Befehle von „oben“ auszuführen. Wir fuhren an die im Brief an seine Frau erwähnten Orte um dort Busse zu tun, zu weinen und zu beten. Gott ist dabei die Decke des Schweigens, die sich über diese Schuld gelegt hat, wegzunehmen, damit wir frei werden und daraus lernen. Die Beziehung zum jüdischen Volk wird ausschlaggebend sein, wenn es zum Gericht über jeder einzelnen Nation kommen wird (Mt 25,31-46). Und natürlich unsere Beziehung als Gemeinde zu unseren jüdischen Geschwistern, mit denen wir berufen sind, der „eine Neue Mensch zu sein“. Seine Gemeinde. Seine Braut (Eph 2,15-16).

-Ein weiterer Einsatz ergab sich aus der Geschichte des Tessins. Als ich, ebenfalls im Vorfeld, las, dass die Region des heutigen Tessin lange Zeit, einmal von der italienischen Seite (Mailand, Como) als auch von Schweizer Seite (Uri) unterdrückt, missbraucht und gewaltsam beherrscht wurde, kam mir beim Beten ein Bild vor Augen: Ich sah diese Region als ein Kind, das von zwei Seiten an den Armen hin und her gerissen wurde. Beide Seiten wollten es für sich alleine haben. Und dann kam der Eindruck, dass wir dieses Kind (den Tessin) im und durchs Gebet befreien (freisetzen) sollen, damit es in seine von Gott gegebene Bestimmung, als eigenständiger (gelöst von falschen Machtansprüchen), aber auch wunderbarer, wichtiger Teil der Schweiz leben kann. Das taten wir dann sowohl in Como als auch in Andermatt.

Wir waren sehr dankbar und froh, dass Giovanni uns als Vertreter aus dem Tessin am ersten Tag Willkommen hieß, für uns betete und uns segnete. Und auch am letzten Tag war es ihm möglich mit uns zusammen die letzten Stunden zu verbringen.
Jede Fastenwoche ist für jeden Teilnehmer eine enorme Ermutigung und ein ganz persönlicher, großer Segen dabei sein zu dürfen. Es ist nicht in erster Linie Opfer, sondern Vorrecht und Privileg! Im Grunde müsste man sich darum reißen, dabei sein zu können. Ein letztes Wort von Gott an seine Gemeinde und unser Land war:
„Schweiz, mach dich bereit deinem Gott zu begegnen!“
W.W.

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