Predigttour durch Irland

19. – 27. März 2015

„Vorwärtsgehen in Verantwortung zu dem Trompeten Ruf“

Wir waren eingeladen von Lydia International/Irland und „Kingdom Seminars“

Das Leitungsteam des „Lydia Gebetsnetzwerkes Irland“ hatte uns bereits zum Trompetenblasen 2012 herzlich willkommen geheissen und war uns eine grosse Hilfe und Ermutigung. Sie haben die Vision des Weckrufes aufgenommen und letztes Jahr an ihrer jährlichen, nationalen Gebetskonferenz unsere DVD gezeigt. Dieses Jahr nun führten sie anstelle einer Konferenz, diese Tour an acht verschiedene Orte/Regionen des Landes durch. Dabei wurde jeweils zuerst an jedem Ort die DVD mit der Trompeten Botschaft gezeigt. Danach konnte ich dann noch sprechen und vertiefen, erweitern und zum Gebet aufrufen. Wir stellten den Weckruf immer wieder in ein grösseres Bild, um zu verdeutlichen in welcher Zeit wir uns befinden. Dazu lasen wir Jesaja 42,13-16 als Grundlage. Dort heisst es, dass Gott den Eifer in seinem Volk erweckt. Und dass Gott selber schreit und ruft! Einmal gegen seine (unsere) Feinde, um sie zu schrecken und zu vertreiben. Auch um „Mauern“ nieder zu reissen, wie bei Jericho. Dann schreit Gott, ächzt und stöhnt wie eine Gebärende! Auf dieser Grundlage blies ich am Ende jeder Predigt mein Shofar und danach liessen wir alle dicht zusammen stehend, Gott durch uns schreien. Wir sind sicher, dass Mauern eingestürzt sind und an allen Orten etwas zur Geburt kommen wird!

Dundalk, 19.03. Im Nordosten gelegen (Nahe zu Küste und Grenze Nordirland). Junges Pastorenehepaar mit Leidenschaft für Jesus, Israel und das Königreich Gottes. Es kamen ca. 60 Personen aus verschiedenen Gemeinden der Region. Kurze Anbetungszeit. Danach DVD Botschaft. Dann bin ich jeweils frei zu sprechen, wie mich der Geist leitet. Hier griff ich noch einmal den Gedanken aus Joh. 17,3 auf, dass wir Gott und Jesus kennen müssen. Wie denkt er über uns? Wie sieht er Dich und mich? Und deckt sich seine Ansicht mit unserer? Als Beispiel brachte ich Gideon aus Richter 6. Gideon dachte er wäre der Jüngste, Schwächste und auch Ängstlichste im ganzen Volk. Aber Gott grüßte ihn mit der Anrede: „Du streitbarer Held!“ Er sah das in Gideon, was Er mit und durch ihn machen wollte. Gideon sah alle Unmöglichkeiten – Gott dagegen alle Möglichkeiten. Ein weiterer Aspekt über den ich sprach, war unsere Blindheit hinsichtlich des „Einen Neuen Menschen“ nach Epheser 2,15. Jesus hat die Trennmauer niedergerissen und wir haben sie so schnell wie möglich wieder aufgerichtet zwischen den Juden und uns aus den Nationen. Zum Ende blies ich drei Mal das Shofar und danach ließen wir Gottes Sieges- und Geburtsschrei erklingen; im Glauben, dass Er etwas zur Geburt bringen wird in dieser Region und in den Anwesenden (nach Jesaja 42,13ff). Viele wunderbare Zeugnisse, Bestätigungen und Ermutigungen kamen hinterher von etlichen Geschwistern.

Dun Laoghaire, 21.03. Veranstalter ist auch hier die Lydia Gebetsgruppe Irland. Sie haben diese Evangelikalen Gemeinde-räume zur Nutzung bekommen. Der Pastor ist aber nicht dabei. Wir wissen auch nicht ob und wie viele überhaupt von dieser Gemeinde dabei sind. Es kommen um die 40-50 Personen aus verschiedenen Gemeinden der Region. Das ist immer wichtig und erfreulich. Unser „alter“ Bekannter Paddy ist auch dabei. Wir trafen den Evangelikalen Katholiken, wie er sich selber nennt, zuletzt an der Gebetswoche in Auschwitz im Januar. Als wir auch hier zum Schluss das Shofar blasen und Gott durch uns seinen Sieges- und Geburtsschrei hören ließ, ist es doch einer der Ältesten dieser Gemeinde, der meint, dass es sehr wichtig war (eben auch für seine Gemeinde), dass hier das Shofar geblasen wurde! Halleluja. Welch eine Ermutigung.

Dublin, 22.03. Heute (am Sonntagmorgen) trafen wir uns in der „Open Door“ Gemeinde zum Gottesdienst. Wow. Was für eine Mischung aus schwarz und weiß, Familien und Singles, Alten und Jungen. Was für eine Freiheit im Geist! Am Anfang wurde das Wort Gottes gelesen und proklamiert. Starke Anbetung mit alten und neuen Liedern. Prophetische Worte, Träume und Bilder von verschiedenen Personen. Abendmahl. Wunderbar! Dort die Trompetenbotschaft und einige weiterführende Worte dazu weiter zu geben, war natürlich das reinste Vergnügen und eine große Freude! Und auch das Shofar zu blasen, der Geburtsschrei und das gemeinsame Proklamieren von Psalm 24,7-10 kam wie aus einem Guss! Es bewahrheitete sich einmal mehr: Sobald Afrikaner dabei sind, bekommt das Ganze eine andere Dynamik. Ebenfalls typisch für sie: Als man sich nach dem Gottesdienst zum Kaffee, Gebäck und Reden traf, standen die Afrikaner alle um einen Tisch und waren voller Inbrunst am Beten. Etwas Spezielles war auch eine ganze Sippe Fahrender, die zusammen mit ihrem „Patriarchen“ zum Glauben fand. Ein starker, eindrucksvoller Morgen. Danke Herr!
Abends: Treffen in der Kirche von Noel Kenny, dem Pastor, dem ich im 2013 (bei EUoP) eine Bibel zwischen die Zähne steckte und über ihm prophezeite. Er hatte Anfang dieses Jahres ein ernstes Wort für die Gemeinde Irlands. Er predigte leider an diesem Abend auswärts. Miriam fand es trotzdem sehr wichtig in dieser Kirche die Botschaft zu predigen und das Shofar zu blasen. War alles ein wenig chaotisch. Fanden den Weg zwar mit Nachfragen und waren sogar vor der abgemachten Zeit am Ort. Aber es dauerte fast eine halbe Stunde, bis man uns rein ließ. Dann stellte sich heraus, dass die DVD nicht gezeigt werden konnte. So predigte ich die Trompetenbotschaft direkt. Es waren ca. 25 Personen gekommen, auch diesmal wieder aus verschiedenen Gemeinden. Die Botschaft traf die Herzen und bis auf ein junges Paar waren alle mit Eifer dabei, als es um den Sieges- und Geburtsschrei ging und die folgende Proklamation von Psalm 24,7-10. Auch die spontane anschließende Gebetszeit war ein Schrei aus tiefstem Herzen. Von daher gesehen war der Abend doch auch eine Zeit, in der Gottes Wille geschehen konnte und wir sicher sind, dass er Frucht hervorbringen wird!
Brittas Bay, 23.03. zu Gast bei Miriams Gebetsgruppe (10-13 Frauen), die sich seit Jahren jeden Montag treffen. Haben über Gebet gesprochen und sie sehr ermutigt. Auch das Shofar über ihnen geblasen und für Glaubens-Übertragung gebetet. Echt starke, ermutigende und schöne Zeit der Gemeinschaft an einem wunderbaren Ort.
Abends dann zu Gast in einer Teen Challenge Drogen Reha für Männer und Frauen (Alkohol und Drogen). Waren ca. 40-50 Personen, denen ich mein Zeugnis weiter gab. Wow! Genial. Die Stimmung glich einer Szene aus „Walk the Line“ als Jonny Cash im Folsom Gefängnis ein Konzert gab… Auch bei diesen Jungen hier blies ich zum Schluss das Shofar für einen Durchbruch in jedem einzelnen Leben. Ein ganz, ganz starker Abend.
Danke Vater.

Waterford, 24.03. Wir fahren um 11:00 Uhr los in Richtung Waterford. Die Sonne scheint. So durch das Land zu fahren und die wunderbare Landschaft zu bestaunen, ist pure Freude! Wir steigen in einer Travel Lodge ab, die Miriam über Internet gebucht hatte. Abends sind wir in der Maranatha Gemeinde zu Gast. Der ca. 70 jährige, jung gebliebene Pastor empfängt uns sehr offen und freudig. Es kommen so viele Leute, wie wohl noch nie bisher. Und wiederum, wie überall, sind es auch Geschwister aus anderen Gemeinden der Region. Alle, die kommen, sind natürlich offen und erwartungsvoll. Das sind die, die mehr wollen, die nicht zufrieden sind mit dem jetzigen Zustand. Deshalb fällt die Botschaft meist in offene Herzen und macht betroffen, aber auch erwartungsvoll. Alle sind bereit zum Shofar blasen, zusammen zu stehen und danach den Sieges- und Geburtsschrei heraus zu lassen. Sehr laut, intensiv und lange. Die Gebetszeit nach der Proklamation von Psalm 24 wäre allerdings noch länger gegangen, wenn der Pastor sie nicht abgeklemmt hätte. Und warum oder wofür? Damit man Kaffee oder Tee trinken und noch miteinander reden konnte. Das zeigt dann einmal mehr, dass es ein Erwachen braucht, um zB. wie hier, weiter zu beten und dafür die Teezeit etwas zu verkürzen. Es wird kommen!
Cork, 25.03. Jetzt regnet es doch noch. Dachten so lange wir hier sind bleibt es trocken und sonnig. Nach kurzem Frühstück fahren wir Richtung Cork, ganz im Süden der Insel. Unterwegs kurzer Halt in dem Ort, wo der Film Moby Dick mit Gregory Peck 1954 gedreht wurde. Sehen uns Bilder in dem Pub an, wo die Filmcrew sich wohl traf. Nachmittags treffen wir Anne, eine quirlige, jung gebliebene Freundin von Miriam. Sie führt uns zu einem Restaurant, direkt über dem Meer, mit atemberaubender Aussicht. Schade, dass es regnet! Trotzdem wunderbar und das Essen einfach fantastisch. Der Abend in der Radical Life Church ist ebenfalls fantastisch. Der Raum gerammelt voll (müssen noch Stühle nachholen). Geschwister von vielen verschiedenen Gemeinden. Einige haben eine 4-stündige Autofahrt hinter sich! Das „schmeckt doch schon ein wenig nach Erweckung“! Und sie sind voll dabei. Man merkt es an ihren aufmerksamen Gesichtern. Am Nicken, Halleluja und Amen-Rufen, den Tränen, den Ermutigungen hinterher und dem von Herzen kommenden Siegesgeschrei.
Am Mittag hatte ich noch ein Interview am christlichen Radio(über Telefon auf einem Feldweg), während dessen Miriam einem Bauern von Jesus erzählte. Wir durften beide danach noch für ihn beten. So gut!
Athlon, 26.03. Sind um 10:00 Uhr losgefahren Richtung Athlon im Zentrum von Irland. Miriam hatte den Eindruck, wir sollten einen Stopp in Cashel of the Kings (ehemaliges geistiges und politisches Machtzentrum) machen, um dort das Shofar zu blasen. Rückkehr zum wahren Glauben unter St.Patrick; sozusagen Reformation rückwärts…
Am Abend waren wir dann in der Riverlife Kirche zu Gast. Auch dort wieder Geschwister aus verschiedenen Gemeinden der Stadt und Region. Nach ganz starker Anbetungszeit wurde auch hier die DVD mit der Trompeten Botschaft gezeigt. Danach setzte ich das Gehörte in den bekannten, erweiterten Rahmen. Anhand von Jesaja 42,13-16 zeigte ich auf in welcher Zeit wir uns befinden. Nach dem Shofar blasen ließen wir Gott durch uns schreien. Die folgende Gebetszeit kam aus tiefstem Herzen heraus und zeigte noch einmal wie ernst es diese wunderbaren Geschwister meinten.

Galway, 27.03. Fahrt von Athlon nach Galway, zusammen mit Rosemarie in Dougs Auto. Nach einigen Unsicherheiten, was den rechten Weg angeht, kommen wir doch zum New Life Center, wo das Treffen stattfindet. Der Pastor ist aus Südafrika und er hatte uns noch einmal angerufen und mitgeteilt, dass seine Mutter im Sterben liegt. Es ist das einzige Morgen-Treffen, einfach deshalb, damit wir am Mittag wieder nach Hause fahren können und die letzte Nacht in Dublin, Nähe des Flughafens, übernachten können. Das hat natürlich zur Folge, dass kaum Leute kommen, da die meisten arbeiten. Miriam meinte aber, das ist nicht der einzige Grund, sondern die Gemeinden hier wollen nicht viel voneinander wissen. So haben wir das Treffen mit dem Pastoren Ehepaar und zwei Gemeindegliedern und wir vier. Das ist Minusrekord! Aber wir lassen uns überhaupt nicht entmutigen. Im Gegenteil. Nach der DVD Botschaft spreche ich über Gideon. Diese Geschichte passt wie für uns geschrieben. So werden wir alle ermutigt und Blasen das Shofar, schreien und proklamieren Psalm 24,7-10. An den Gebeten hört und spürt man, wie sehr einige getroffen und betroffen sind, aber auch über die Maßen ermutigt. Haben hier ein tolles irisches Lied kennengelernt. Hör es Dir mal an: Rend Collective – Build Your Kingdom Here … – www.youtube.com

Von der Kirche aus fahren wir nach Galway, weil der Eindruck kam, wir sollten mitten im Zentrum das Shofar blasen. Unsere Begleiterin ist eine arabische Israelin. Wir haben selten so viele junge Menschen gesehen wie hier. Die Innenstadt war voll gepackt mit Schülern und Studenten. Es war stark und wichtig hier für einen Durchbruch zu blasen und zu beten. Unter den vielen Super-Musikern sind wir gar nicht aufgefallen!
Dann zurück nach Dublin, in ein B+B, direkt gegenüber vom Hafen. Wow, welch eine super Aussicht!

Dublin, 28.03. Echt irisches Riesen-Frühstück in dem kleinen Guesthouse: Sieht alles herzig und romantisch aus. Während der Fahrt zum Flughafen sehen wir lange Zeit einen fantastischen Regenbogen; Z.T. doppelt. Es kommt mir vor als wenn Gott uns damit noch einmal ermutigen möchte und klarmachen will: „Ich habe alle Gebete gehört, gesammelt und werde sie zur rechten Zeit beantworten und erfüllen!“ Das passt auch genau zu dem heutigen Wort aus dem Losungsbüchlein von Psalm 40,2! Was für ein Vorrecht! Was für eine Gnade! Was für eine Freude! Danke mein Vater, mein Herr und mein Gott!
WW

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