Marsch des Lebens für Israel in Basel 2017

30.04.2017

DSC_0068-1 DSC_0078-1 IMG_2234-1 DSC_0093-1 DSC_0149-1

Bei sonnigem Frühlingswetter versammelten sich gegen 500 Leute auf dem Theaterplatz in Basel. Historische Bedeutung hatte dieses Zusammenkommen nicht nur wegen des Marsches allein, sondern auch durch die Tatsache, das er 120 Jahre nach dem ersten Zionistenkongress und bald 70 Jahre nach der Staatsgründung von Israel stattfand.

Mich berührte es sehr, hier zu stehen als Zeichen der Freundschaft und der Solidarität zu Israel. Christoph Meister begrüsste die versammelte Gruppe auf dem Platz und übergab dann das Wort an Jobst Bittner, den Initiator der „Marsch des Lebens Bewegung“.

Ein Satz, den Jobst Bittner sagte, traf mich tief in meinem Herzen: “ Zukunft braucht eine Vergangenheit, auch wenn diese schmerzhaft ist.“

Ja, Israel hat eine schmerzhafte Vergangenheit, und die Geschichte mit Gottes auserwähltem Volk ist bis Heute sehr schmerz- und leidvoll. Und auch wir als Nation Schweiz haben uns schuldig gemacht an Gottes auserwähltem Volk. Die auf dem Marsch an den drei Stationen (Marktplatz, Rheinsprung und Münsterplatz) erwähnten Beispiele zeigten dies auf und liessen mich erneut sehr betroffen werden. So wurde beispielsweise die jüdische Bevölkerung in Basel immer wieder finanziell ausgebeutet oder man verwehrte ihnen für viele Jahre das Wohnrecht in der Stadt.

DSC_0156-1 DSC_0229-1

Am Rheinsprung gab es dann einen Akt der Busse über dieser Schuld an dem jüdischen Volk.

Diverse Redner, unter anderem der israelische Botschafter in der Schweiz, Jacob Keidar, brachten in ihren Grussworten an den drei Stationen die Freude über die Solidarität und Freundschaft zu Israel zum Ausdruck. Bewegend war auch die Lebensgeschichte von S.Ehrlich, der das Warschauer Ghetto hautnah erlebte und überlebte und aus seinem Leben erzählte.

Nachhaltig in Erinnerung bleiben mir auch die Worte des Kirchenratspräsident Lukas Kundert. Es ging darum, dass viele Menschen, auch Christen, im Bezug auf Israel ein Ja, aber… aussprechen. Immer wieder erwähnte er:“ Das aber macht das Ja zunichte!“ Und bezog sich damit auf den Vers aus Matthäus 5:37 „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.“

Es ist wichtig, dass wir uns ganz zu Israel stellen, weil Gott sich immer zu seinem auserwählten Volk stellt. So war dieser Marsch in Basel ein klares Ja für Israel, aber ein volles Nein zum Vergessen und zum Antisemitismus. So wie die Aufschrift auf dem Transparent, welches der Gruppe durch Basel vorausging, aussagt: Erinnern – Versöhnen – Wir setzten ein Zeichen der Freundschaft zu Israel.

K.Wipf

DSC_0251-1

Fotos: Michel Pickmann, IWS

Kommentare sind geschlossen.