Reformation

Juni 2017

tn770x370_reformatoren_768px Quelle: www.luthertour.eu/de

Geliebte Schwestern und Brüder

Warum schreiben wir jetzt auch noch etwas über Reformation? Weil vor 500 Jahren eine stattgefunden hat und landauf und –ab daran erinnert und gefeiert wird? Wir sind zwar dankbar für sie, aber wir wissen auch, dass es nicht die erste und auch nicht die letzte war!

Die Bedeutung des Wortes Reformation ist: umformen, verwandeln, umgestalten

Wenn wir diese Bedeutung betrachten, erkennen wir, dass eigentlich Gott selbst der erste Reformator war (Er ist natürlich weit mehr, weil Er aus dem Nichts etwas erschaffen kann). Er formte, gestaltete und verwandelte, als Er die Welt und den Menschen mitten aus dem Tohuwabohu erschuf. Eine Reformation unbeschreiblichen Ausmaßes, die alles umfasste, den Himmel, die Erde und alle Geschöpfe. Durch die Sünde kam es zur Trennung zwischen Gott und Mensch und diese Reformation wurde gestoppt.

Jesus Christus kam als ein weiterer Reformator auf die Erde. Er verwandelte und veränderte die Umstände. Er schuf und gestaltete einen Weg heraus aus Tod, Fluch, Verdammnis und Trennung von Gott, der grundsätzlich jedem offen steht.

Schön und gut denken wir, und jetzt? Was braucht es denn noch? Eine Reformation unseres Herzens und Sinnes! Unser Herz (Leben) und Denken muss umgeformt, verwandelt und umgestaltet werden. Eine Reformation wie die, die durch Luther, Zwingli, Calvin und andere verbreitet und getragen wurde und solch große, tiefe und weitreichende Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen bewirkte, ist immer die Folge einer Umwandlung einzelner (Deines und meines) Herzen. „Aber das kann ich doch gar nicht selber machen“ magst Du jetzt denken. Halleluja, wenn Du an diesem Punkt angekommen bist. Diese Erkenntnis ist absolut nötig. Du kannst es nicht und Du musst es nicht. Dafür ist Gott zuständig, der größte Reformator aller Zeiten! Was sagt ER dazu?

„Und Ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja Ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“  

(Hes 36,26-27)

Was für eine Reformation würde stattfinden können, wenn wir uns persönlich so verändern und umwandeln lassen würden? Das ist eine Frage der Entscheidung. Wir haben eine Wahl zu treffen. Es ist die wichtigste Wahl und Entscheidung unseres Lebens! Gott hat längst gewählt. Er sagt klipp und klar in Joh. 15,16 „Ich habe euch erwählt!“ Er hat Dich und mich erwählt. Jetzt ist es an uns, eine Entscheidung zu treffen. Will ich es zulassen, dass ER mein Herz verändern und erneuern darf? Will ich es zulassen, dass ER mir seinen Geist gibt? Will ich es zulassen, wünschen und mich danach sehnen, dass ER mich reformieren darf? Er bastelt und modelliert dann nicht ein wenig an uns herum, sondern, wenn wir ein Ja zu IHM und seinen Absichten mit uns haben, dann wird ER Dich und mich zu seiner Wohnung machen.

Warum fällt es uns so schwer, diese Wahl, diese Entscheidung zu treffen, damit Sein Wille geschehen kann, wie im Himmel so auch auf Erden, in und durch mein Leben? Es gibt meines Erachtens nur einen wirklichen Grund dafür, der als Konsequenz dann die unterschiedlichsten Verhinderungsmechanismen in Gang setzt (Angst, Lauheit, Unglaube, Eigenwille, Rebellion etc.): Wir kennen IHN nicht wirklich. Denn wenn wir das tun würden, dann wäre jeder von uns so überwältigt, dass wir wie Jesaja rufen würden „Hier bin ich, sende mich.“ (Jes. 6,9). Wir würden dann mit Freuden zu einer Hingabe unseres ganzen Lebens bereit sein. Wir würden IHM unser Leben weihen, hingeben und ausliefern, einfach aus tiefer Liebe, Dankbarkeit und Freude als Reaktion auf Seine Liebe. ER, JESUS, ist der Dreh- Fix- und Angelpunkt der Welt, des gesamten Universums. Warum nicht auch unseres Lebens? Alles kommt von IHM, ist in IHM und geht zu IHM. Warum nicht auch Du?

Ihr Lieben, wir werden noch einmal Reformation erleben! Willst Du nicht dabei sein? Sie wird kommen, denn es hat einen Überrest im Land, der bereit ist, sich verändern und beschenken zu lassen, der eine Entscheidung und Wahl getroffen hat. Gott zwingt uns nicht. ER lässt uns die Wahl. Aber um diese Entscheidung kommt niemand herum. Keine Entscheidung bedeutet: Nein, ich will nicht! ER klopft an unsere Herzenstüren. ER ruft seiner Gemeinde zu:

„Siehe ICH stehe an der Türe und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ICH hineingehen und mit ihm essen und er mit MIR.“ 

(Off. 3,20)

Wir hatten während der Fastenwoche für unser Land (Februar in Genolier) u.a. eine starke Gebetszeit, in der wir merkten, spürten und fühlten, dass etwas zur Geburt kommen sollte/wollte. Und während dieser prophetischen Zeit der Wehen und Geburt kam das Wort „Reformation“. Wir sind in einer Zeit der zunehmenden Kontraktionen, die Wehen kommen in immer kürzeren Abständen und werden immer heftiger. Der Druck nimmt zu, wird schmerzhafter und ist manchmal kaum auszuhalten. Das ist unser Zustand. Aber wenn JESUS zu uns hinein darf, dann werden wir dem Druck standhalten, werden hindurchgehen und überwinden. Wir werden dies sogar mit Frieden und Freude im Herzen tun, weil ER in uns lebt, und da, wo ER ist, ist das Übernatürliche.

Wir sehen das an unseren verfolgten Geschwistern. Alle 5 Minuten wird jemand wegen seines Glaubens an Jesus Christus getötet. In der ganzen Menschheits- und Kirchengeschichte wurden noch niemals so viele Menschen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus gehasst, verfolgt, gefangen, gefoltert und ermordet wie HEUTE. Ich las Zeugnisse von solchen Geschwistern, die mir die Tränen in die Augen trieben. Sie hören nicht auf, Jesus zu verkündigen. Sie verlieren Familie, Arbeit, Wohnung, Ansehen, Gesundheit und ihr Leben. Sie weichen nicht zurück. Wie die frühen Apostel sagen und leben sie: „Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen (Apg. 5,29). Was treibt sie an, so zu leben, lieben und zu reden? Sie haben reformierte Herzen, weil sie sich entschieden haben. Sie haben ihre Wahl getroffen. Jesus in ihnen befähigt sie (und uns), diese Art von Hingabe zu leben. Sie haben IHN erkannt und wissen, wer und wie ER ist. Und Du, was ist mit Dir?

Gott lässt zum Aufbruch blasen. Lasst uns aufbrechen und als erstes die rechte Wahl treffen, eine Entscheidung fällen. Wir kommen nicht darum herum. Das ist eine persönliche Angelegenheit zwischen Dir und dem Herrn Jesus Christus. Und dann lasst uns gemeinsam aufbrechen, z. B. zum Gebet am 1. August in Aarau, um dafür zu beten, dass wir als verwandelte, umgestaltete und erneuerte Menschen unsere persönliche Reformation überall hintragen, in jeden gesellschaftlichen Bereich unseres Landes und daraus eine weitere tief-greifende Umgestaltung stattfindet. Letztendlich geht es um das Königreich Gottes und dessen König Jesus Christus!

W. u. R. W.

The-Reformation Quelle: www.firsthunrefchurch.org

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