Afrika Einsatz in Ghana und Kenia

14. – 28. Nov. 2017

„Was wollt ihr in Afrika? Warum gerade jetzt nach Ghana und Kenia?„

  

Ausgangspunkt für diese Reise war, dass wir als Team bereits Anfang des Jahres den Eindruck bekamen, dass wir unseren Fokus auf Leiter richten sollten. Zudem bekommen wir immer wieder Einladungen u. a. von afrikanischen Geschwistern. Der Eindruck war, dass speziell in Afrika ein Bedarf an guter Leiterschaft vonnöten ist. Das alles veranlasste uns in Ghana und Kenia bei Geschwistern nachzufragen ob sie bereit wären, Konferenzen/ Seminare, spezifisch für Leiter, vorzubereiten und einzuladen. So kam es, dass ich je eine Woche in Ghana und Kenia zu Pastoren, Ältesten und anderen Leitern sprechen konnte. Es war sehr, sehr anstrengend, aber auch zutiefst erfüllend und befriedigend.

Das Thema war überall: Leiten wie Jesus es getan hat! Ich predigte in total unterschiedlichen Kirchen. Von einer großen (über 1000 Plätze) fassenden, bis hin zu einer Slumkirche -ohne irgendwelche Luftzufuhr, dafür unter dem Wellblechdach wie in einem Backofen, wo mein Hemd und alle Kleidung nach wenigen Minuten klatschnass am Körper klebten.

In allen Kirchen sind zwischen 40-60 Leiter zusammen gekommen. Das klingt und ist nicht berauschend, aber wenn diese Botschaften über die anwesenden Leiter weiter gegeben werden, dann multipliziert sich das Hundert- und Tausendfach.

 

Ein wunderbares Beispiel erlebte ich an der 3 -tägigen Konferenz in Mombasa (Kenia). Dort war die Backofen – Kirche. Es kamen Pastoren aus weit entfernten Regionen Kenias. Sie sind wirklich arm und haben wenig bis nichts. Natürlich auch keine Autos. Sie kommen daher mit dem Bus. Genauso wie ein Pastor aus Burundi. Er hatte über Facebook von der Konferenz erfahren und wollte unbedingt dabei sein. Er war drei Tage mit dem Bus unterwegs!! Unglaublich! Diese Pastoren schliefen in der Kirche auf dem Boden. Sie haben einiges auf sich genommen um dabei sein zu können. Jesus sagt:“… ich will sie nicht hungrig gehen lassen, damit sie nicht verschmachten auf dem Wege.“ Mt 15.32  So haben wir in dieser Slum-Kirche auch die Kosten für die Mahlzeiten übernommen.

Viele haben, trotz aller Armut, meistens doch ein Handy. Mit dem nahmen sie die Predigten auf, auch dieser Pastor aus Burundi. Ich war kaum eine Woche zu Hause, da bekam ich per Mail eine Einladung zu einer Leiterkonferenz in 2018 – und zwar aus Burundi. Der Pastor hatte meine Botschaften gehört und fand, dass müssen die Leiter in Burundi unbedingt hören. Und gehört hatte er die Botschaften durch den jungen Pastor aus Burundi, der in Kenia dabei war. Das ist Multiplikation, wie man sie sich wünscht.

   

Zutiefst bewegt hat mich auch die Haltung der Pastoren, die die Botschaften regelrecht aufsaugten, wie ein trockener Schwamm das Wasser. Kommentare wie: „So eine Botschaft haben wir noch nie gehört“  oder auch ihre Bereitschaft über Fehlverhalten sofort Busse zu tun. Das war sehr eindrücklich.

In einem anderen Ort hatte es direkt neben der Kirche eine Grundschule, wo die Kinder Unterricht hatten. Ich hörte den Heiligen Geist sagen: „Bete über den Kindern, segne sie und blase das Shofar über ihnen, damit Gottes Absichten und Pläne für sie Realität werden.“ Ich fragte den verantwortlichen Pastor und der veranlasste, dass alle Kinder mitsamt den Lehrern in die Kirche kamen, damit wir das tun konnten.

Sehr ermutigend und erfreulich war auch, dass die ganze Thematik „Israel“ immer wieder thematisiert werden konnte und es bei einigen Pastoren „Klick“ machte.

So danken wir dem Herrn für seine Führung, Schutz und Salbung über allem und glauben, dass diese ausgestreuten Samen aufgehen und viel Frucht bringen werden. Und auch Euch ein herzliches Dankeschön, die Ihr uns durch Gebet und Finanzen immer wieder unterstützt und solches dadurch erst ermöglicht.

 

W.W.

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