Fasten- und Gebetswoche für die Schweiz 2018

Valbella (GR) 03. – 09. Juni 2018

„Doch auch jetzt, spricht der HERR, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen!
Und zerreißt euer Herz und nicht eure Kleider und kehrt um zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an Gnade, und lässt sich das Unheil gereuen.“   Joel 2,12-13

Als wir am Anfang dieser Fastenzeit die Frage stellten: „Welchen Eindruck hast Du über der Schweiz?“, erinnerte der Heilige Geist mich an die Geschichte des verlorenen Sohnes. Ich hatte das Empfinden, dass der Herr uns durch diese Geschichte etwas sagen möchte über den aktuellen Zustand unseres Landes und seiner Gemeinde.

Der jüngere Sohn hatte den Vater verlassen um „endlich frei zu sein“ und sein Erbe mit falschen Freunden und Huren zu verprassen. Er ist berauscht, fühlt sich am rechten Platz. Ich denke, dass wir momentan auch noch in diesem Zustand sind, sowohl als Nation wie auch ein beträchtlicher Teil der Kirche/Gemeinde. Aber es beginnt zu bröckeln. Der schöne Putz blättert ab von den getünchten Wänden. Risse entstehen und hier und da stürzen scheinbar ewig sichere Mauern tatsächlich ein (FIFA Korruption, Raiffeisen Bank, Postauto-Skandal usw.). Und auch in Gottes Haus gibt es Erschütterungen, stürzen selbst erbaute Reiche (Gemeinden, Dienste) ein, wird selbst entzündetes Feuer wieder gelöscht, bevor es weiteren Schaden anrichtet. Es muss oftmals erst zur Katastrophe kommen (persönlich und kollektiv), damit wir zur Einsicht kommen und dann umkehren. Genau das ist beim verlorenen Sohn geschehen. Er fand sich bei den Säuen wieder. Dort am tiefsten Punkt seiner Katastrophe kam er zur Besinnung! So bin ich davon überzeugt, dass es weitere „Katastrophen und Erschütterungen“ geben wird („Die Schweiz wird mehr und mehr aus den Fugen geraten.“ aus einer Vision von 1994), die aber alle das Potential zur Umkehr in sich bergen. Der Vater hält Ausschau und wartet mit offenen Armen auf uns. Und unser älterer Bruder, die Juden, wartet ebenfalls auf uns. Wir beide haben Zugang zum Herzen unseres Vaters durch den Heiligen Geist. Und nur gemeinsam kommen wir in das vom Vater verheissene, volle Erbe.

Einhellig einig waren wir uns darüber, dass die Schweiz im „Tal der Entscheidung“ steht. An einer Weggabelung, wo wir die Weichen richtig oder falsch stellen können. Gott gibt uns in seiner Gnade noch eine Chance. Die letzte?

Fokus unserer Gebete waren diesmal die Gemeinde, Israel und unsere Regierung in Bezug zu Israel (Bundesrat Cassis). Wir hatten zwei Gebetseinsätze in der Region.

 

   

Juf – auf 2‘126 Metern. Es ist die höchstgelegene ganzjährig bewohnte Siedlung  Europas.

Dort haben wir das Mahl des Herrn genommen und die Botschaften an die sieben Gemeinden aus Off 2-3 gelesen und über dem Leib Christi im Bündnerland, der Schweiz und Europa gebetet. Es wurde noch ein prophetisches Wort ausgesprochen: „Juf, nächstes Jahr um diese Zeit wirst Du einen Gebets- und Wächterposten zur Geburt gebracht haben.“

Als Zeichen der Erinnerung von Gottes Gegenwart, bildeten wir einen Altar mit 24 Steinen, wobei wir bewusst die „geteilten“ Kantone als jeweils einen zählten.

 

Davos– gilt zum einen als „Europas Sommerhauptstadt“ der Juden. Wir beteten oberhalb des jüdischen „Etania“ Hotels/Gästehaus. Das Haus steht an einem Lawinenhang/Gefahrenzone (wie bezeichnend…) und es ist den Juden nicht erlaubt, Land dazu zu kaufen, um zu expandieren, anzubauen oder gar neu zu bauen.

 

Die Gesinnung dahinter:“ Ihr könnt gerne als Sommergäste kommen, denn Euer Geld brauchen wir und nehmen es gerne. Aber es ist gut, dass Ihr dann wieder geht. Hier bleiben und Euch ausbreiten -das wollen wir nicht.“ Antisemitismus sicht- und fühlbar. Die jüdischen Leute werden dann auch als „Lärchenwickler“ bezeichnet= parasitärer Schädling….Seit Mdl`s stattfanden, hat es allerdings mehr jüdische Gäste als je zuvor!

Einige hundert Meter weiter das „Braune Haus“. Es diente während der Nazizeit als Hauptquartier für Mitglieder und Sympathisanten der NSDAP. Scheinbar weiss fast niemand der Bevölkerung etwas und auch die Christen haben fast keine Kenntnis davon. Wenn sie davon wissen, machen sie aus Angst einen grossen Bogen darum. Warum? Völlig unverständlich. Es ist heute ein Hotel und Cafe. Wir tranken dort einen sehr guten Kaffee und markierten Präsenz. Durch den Marsch des Lebens für Israel in Davos hat Gott angefangen, dass man sich erinnert, Schritte der Versöhnung geht und ein Zeichen gegen den Antisemitismus setzt. Das wird zum Segen für die gesamte Region! Übrigens geschieht dies überall, wo solche Märsche stattfinden.

Ein weiterer Grund, warum wir Davos „heimsuchten“ war das Kongresszentrum; Austragungsort des WEF. Ganz eindeutig ein Tor durch das die Welt nach Davos kommt. Andererseits geht von hier der so genannte „Geist von Davos“ um den gesamten Globus. Wir beteten den Psalm 24, öffneten die Tore und Pforten und luden den Herrn der Heerscharen ein. Wir beteten, dass der Geist des Herrn und nicht der von Davos in die WEF Treffen hineinweht und wiedergeborene Personen eingeladen werden, die das Evangelium verkündigen werden. Wir beteten um göttliche Begegnungen von „Mächtigen“ – auch wenn sie den Herrn (noch) nicht kennen. Dass „heilige“ Allianzen gebildet werden. Dass das, was hinter den Kulissen geschieht dem Reich Gottes dienen muss. Darum sollte jeweils vor, während und nach dem WEF eine permanente, lokale Gebetsabdeckung von Wächtern aus dem Bündnerland bereit sein. Heute gibt es jeweils eine über Doodle gestartete Gebetskette und wenige beten vor Ort.

Wir glauben, dass wir in einer besonderen Zeit der Gnade stehen, wo sich das Geschick ganzer Nationen daran entscheidet, wie unsere Regierungen zu Israel stehen. Wir stehen an einer Weggabelung! Segen oder Fluch auf uns zu laden. Schaf- oder Bocknation zu werden (Mt 25,31-46). Deshalb beteten wir gleich anfangs der Woche speziell für Herrn Cassis und alle anderen Bundesräte. Gegen Ende der Woche erreichte uns eine prophetische Botschaft aus Jerusalem (Von Rick Ridings. Wir hängen sie Euch an), bei der es explizit um genau diesen Punkt ging und der Herr dies noch einmal zu unterstreichen schien. Am nächsten Tag, dem letzten der Fastenwoche, schlugen wir ein Buch auf und da war folgendes Bild:

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, waren wir dadurch sehr ermutigt.

„Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird.“    (Habakuk 2,1)

Die Schweiz ist zum Wächterdienst berufen. Wir beteten dafür nach Jes 62, 6-7.

W.+R.W.

 

Fastenwoche Valbella/ Lenzerheide

In der diesjährigen Fastenwoche stellte der HERR uns als 13-köpfige Gruppe zusammen, die wir alle das Herz und das Anliegen für unsere Nation tragen.

Im Vorfeld hatten die einen mit gewissen Widerständen zu kämpfen, wie beispielsweise einer plötzlich auftretenden Erkrankung oder einem abgefahrenen Rückspiegel. Doch keiner ließ sich davon abhalten, und jede/r nahm letztlich den Platz ein, den der HERR ihm für diese Woche zugeteilt hatte.

Am ersten Abend stellte Werner uns unter anderem die Frage: „ Wie seht ihr den Zustand und die Situation der Schweiz?“ Zusammengefasst stellten wir in den verschiedenen Aussagen fest, dass alle wahrnehmen, dass die Schweiz an einem Scheideweg ist und das Jesus sich nochmals aufgemacht hat und unsere Nation zu suchen, ihr SEINE durchbohrten Hände und SEIN Herz entgegenstreckt, mit einer grossen Sehnsucht, das noch viele diese Hände ergreifen mögen.

Was mich nochmals sehr berührte und auch ermutigte ist, dass Gott festgesetzte Zeitpunkte hat. Wir müssen lernen, dranzubleiben, bis ER den Durchbruch schenkt! Dies ist manchmal nicht einfach auszuhalten. So brauchten wir in dieser Woche in unseren Gebeten etwas Geduld und mussten ausharren. Doch Gott schenkte uns den Moment wo wir im Geist erkannten, dass in unseren Gebeten etwas durchgebrochen war und wir nun das Vollbringen Gott überlassen können.

Höhepunkte der Fastenwoche waren sicherlich unsere zwei Gebetseinsätze. Der eine in Juf, der andere in Davos.

In Juf war der Fokus darauf, 20 Jahre nachdem Werner und Regula in ihrem Dienst dies schon einmal festgemacht hatten, an diesem höchsten Punkt der Schweiz und auch Europas, welcher ganzjährig bewohnt ist, zu proklamieren, dass Jesus HERR und König über unserer Nation ist. Wir feierten dort gemeinsam das Abendmahl und bauten dem HERRN einen Altar mit 24 Steinen, einen für jeden Kanton. Über dem Altar gossen wir ebenfalls das Abendmahl aus und salbten die Steine, als prophetisches Zeichen für die Schweiz.

In Davos, das als jüdische Sommerhauptstadt Europas bekannt ist, ging es um die dunkle Nazivergangenheit. Sie sind ja bereits dabei, nicht zuletzt durch die Märsche des Lebens für Israel, Wahrheit und Licht in diese Geschichte hineinzubringen, so dass es ein Ort sein kann, wo jüdisches Leben willkommen ist und sich auch wieder ausbreiten kann. Wir beteten auf der Promenade, gerade oberhalb vom „Etania“, einem jüdischen Gästehaus. Sie haben (im Moment) kein Recht und keine Bewilligung, sich irgendwie auszubreiten oder anzubauen, obwohl es eigentlich Platz hätte. Sie dürfen lediglich das Haus, welches steht, renovieren und erhalten.

Danach gingen wir noch zum Kongresszentrum. Leider wurde uns wegen einer Veranstaltung kein Einlass gewährt, aber wir durften vor dem Eingang beten und proklamierten dort Psalm 24, im Hinblick auf das WEF und die Nationen welche da jeweils nach Davos kommen. Mögen sich die ewigen Pforten und Tore erheben damit der König der Herrlichkeit einziehen kann, ins WEF und in die Nationen! Zum Abschluss unseres Einsatzes in Davos gingen wir noch ins sogenannte „braune Haus“. Dies war früher die Zentrale der NSDAP. Dort brachten wir durch unsere Präsenz SEIN Licht und SEINE Gegenwart.

Rückblickend auf diese Woche bin ich gewiss, dass wir in dieser Woche den Auftrag erfüllt haben, den Gott uns für den Kanton Graubünden und für die Schweiz gegeben hat.

12.6.2018/kw

Kommentare sind geschlossen