„Blast die Trompeten vom äussersten Norden“

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Grönland / Arktis

03. – 09. August 2016

 

„Das gseht us wie ufdr Grimsu…“ ist mein Ausruf, als ich in Ilulissat aus dem Flugzeug steige. Felsig, rau und karg ist die Landschaft. Klare Luft und grosse Stille. Die einzige Strasse führt in paar Minuten über die Felsnase hinunter zur kleinen Stadt, am Hafen vorbei, steil bergauf ins Zentrum der farbigen Häuser. Trotz Sonnenschein tragen alle Mäntel oder Jacken und Rucksacktouristen mit Mützen erinnern uns daran, daß wir uns auf Meereshöhe und weit nördlich des Polarkreises befinden.

Die Inselbewohner machen einen stillen und scheuen Eindruck, was wir in der Gastgemeinde auch erleben. Die Begegnungen sind freundlich und doch zurückhaltend. Wir nehmen im Geist Entmutigung, Minderwertigkeit und Resignation und viele Nöte wahr.

Dahinein predigt Werner am ersten Abend:“ Ihr seid auserwählt zum königlichen Priestertum“, was tief in die Herzen fällt und glaubend empfangen wird. Die Frau des Pastors und mit ihr die kleine Schar der schon alten Gläubigen, harren und beten schon seit 10 Jahren für einen Durchbruch und um einen ‚Besuch‘ vom Herrn. Staunend erleben wir wie durch unser Kommen genau zur richtigen Zeit, Art und Weise der Beginn der Erhörung geschieht.

Zunehmend nehmen wir wahr, wie sich Dunkelheit in Licht verwandelt. Was sich in den Begegnungen in zunehmender Offenheit mit Lachen und Herzlichkeit offenbart. Uns wird grosses Vertrauen entgegen gebracht und wir als ganzes Team dürfen für viele beten.

Die ausgiebigen Lobpreiszeiten in der Landessprache mit den laaaangen Worten, wie: Sassarpunga inuunera tunniullugu… sind wohltuend einfach, dafür tief und ohne Starallüren.

Am Sonntag nach der leidenschaftlichen Predigt von Werner und der spassigen Übersetzung vom Pastor findet in Mitten der Gemeinde, das Trompetenblasen statt, gefolgt vom Siegesschrei für die Stadt Ilulissat und ganz Grönland.

An einem früher besiedelten Ort am Fjord findet zusammen mit dem Pastorenehepaar ein Bussgebet und eine Proklamation von Bibelstellen statt. Auf verschiedenen Hügeln blasen wir das Schofar, proklamieren Worte betreffs dem Norden und platzieren eine Israelfahne mit den Bibelstellen Jes.11,12 + 43,6: Norden gib her! Wir sind erfreut, im Gottesdienstraum eine Israelfahne hängen zu sehen und es finden auch regelmässige Israelgebete statt.

Bei zwei Spontanbesuchen in Privathäusern haben wir Gelegenheit, rohen Hai, verschiedene Fische, getrockneten Wal und Rentierfleisch zu versuchen und zuckersüsse, farbige Torten zum Kaffee.

Ein Geschenk für uns sind die Wanderungen in der totalen Stille im felsigen Gebirge mit herrlicher Sicht auf die imposanten, schwimmenden Eisberge im blauen Meer.

Gott, wie Dein Name, so ist auch Dein Ruhm bis an der Welt Enden. Ps.48,11

Ursula und Susanne

Von der Proklamation des Psalm 24 (englisch/grönländisch) existiert ein Video

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