„Blast die Trompeten vom Norden über Asien“

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Jakutsk Russland

8.- 14. September 2015


GESCHAFFT!!
Als wir im März 2010 in der Schweiz anfingen in den vier Sprachregionen die Trompeten zu blasen und Gottes Botschaft für seine Gemeinde zu bringen, hatten wir keine Ahnung, wann und wo das enden würde. Inzwischen waren wir in allen 50 Ländern Europas und auf jedem Kontinent der Erde, um dort jeweils im Norden, Süden, Osten und Westen das Gleiche zu tun. Jetzt, nach dem Besuch von ca. 70 Nationen und exakt 5 1/2 Jahren, sind wir hier in Sibirien, genauer gesagt in Jakutsk, bekannt als die kälteste Grossstadt der Welt, mit winterlichen Temperaturen um die – 50 Grad Celsius, um diese „Sendung“ Gottes zu erfüllen. Dass wir da lieber den Sommer als Besuchszeit wählten, ist natürlich verständlich. Den Kontakt hatten wir über einen deutschen Bruder erhalten, der über Jahre in dieser Region mit Gemeinden gearbeitet hat und daher über lange, freundschaftliche Beziehungen verfügt. Pastor Slawa, der uns vom Flughafen abholte, leitet eine Gemeinde, die zu der „Word of Life“ Bewegung (Ulf Ekman) gehört. Durch diesen segensreichen Dienst sind Hunderte von Gemeinden in Russland entstanden. Nachdem der Gründer und die Gallionsfigur Ulf Ekman zum Katholizismus konvertierte, herrscht natürlich grosse Verunsicherung, Unverständnis bis hin zu Fassungslosigkeit unter den Leitern und den Gemeindegliedern. Sie fühlen sich im Stich gelassen von ihrem Hirten. Auch sonst ist die Situation eher schwierig. Slawa hatte für unsere Treffen auch andere Pastoren und Leiter der Stadt und Region eingeladen. Bei keinen von ihnen bestand jedoch Interesse. Gott weiss am allerbesten was, wann, wo nötig ist! Man brachte uns in einem Appartement unter, das einer Geschäftsfrau aus der Gemeinde gehört. (Es wird übrigens viel gebaut in Jakutsk und wenn man einige Jahre nicht mehr hier war, erkennt man die Stadt kaum wieder, versicherten uns Slawas Eltern, die zur gleichen Zeit zu Besuch kamen, hier aufwuchsen und wohnten, jetzt aber in der Nähe von Moskau wohnen. ) Die Wohnung war modern, gross und im 7. Stock, mit wunderbarer Aussicht auf den Fluss Lena.
Zwei Gottesdienste dienten als Vorbereitung auf das Trompeten blasen, das dann am Sonntag, dem 13. Sept. stattfand. Die Verständigung war nicht so einfach, da kaum jemand Englisch spricht. Eine Schwester aus der Gemeinde konnte etwas (aber wirklich nur etwas) englisch. Sie fungierte dann bei Ausflügen und Treffen als Übersetzerin. Gott sei Dank hatte Slawa für die Gottesdienste jemand anderen zum Übersetzen, der das dann auch super machte.
Dieser Bruder verliess vor einiger Zeit, mit einigen anderen Leuten, Slawas Gemeinde und ist heute Mitverantwortlicher in einer anderen Gemeinde. Erstaunlich, dass er das machte und scheinbar keine Probleme damit hatte. Der Gottesdienst mit Botschaft und Trompeten blasen ging allen unter die Haut und wir glauben auch ins Herz. Beim Triumph- und Geburtsschrei nach Jesaja 42,13 waren alle Versammelten mit grosser Hingabe dabei.
Wir lieben unsere russischen Geschwister. Vom ersten Moment war eine Herzensverbindung da; auch geistliche Einheit – einfach wunderbar! Sie sind sehr liebenswert, warmherzig und einfach witzig! Noch nirgends wurde so oft versucht uns Witze zu erzählen-die wir natürlich nicht verstanden haben ….. Aber SIE haben dabei Tränen gelacht. So genossen wir eine Geburtstagsfeier mit Slawans Familie: Vater, Mutter, fünf Kinder, die Grosseltern und unsere lustige Übersetzerin. 12 Leute an einem normalen Stubentisch – Leute, das geht tatsächlich!

Das Faszinierendste zum Schluss: Wir beendeten an diesem Sonntagmorgen unsere 5 1/2 jährige Trompeten Tour und am selben Abend begann Rosh Hashana, das jüdische Neujahr (Fest der Trompeten)! Gottes Zeitplan ist perfekt. Das
hätten wir so nicht planen können – und doch unterstreicht es noch ein letztes Mal die Wichtigkeit! Was wird wohl jetzt geschehen? Was auch immer: Wir geben Gott die Ehre, allen Dank und beten Ihn an, auch über all die Hilfe, die Er uns über Euch hat zukommen lassen. Seid und bleibt wachsam und hört, was der Geist der Gemeinde sagt!

Werner und Regula

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