„Blast die Trompeten vom Norden über Australien“

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Port Moresby, Papua Neuguinea

24. – 29. Juli 2014

„Ihr dürft das Gelände von eurem Hotel auf keinen Fall verlassen“, wies uns das Pastoren-Ehepaar an, welches uns vom Flughafen abholte. Was für ein Umdenken für uns Schweizer, da wir doch so gesegnet sind mit Frieden und Sicherheit auf unseren Strassen (verglichen mit anderen Orten der Welt!). Allerdings kamen wir der Anweisung der Einheimischen gerne nach, denn wir waren müde und froh, uns in dem Apartment etwas auszuruhen. Noch wussten wir nicht an was für einem historischen Wochenende Gott uns nach Papua Neuguinea gebracht hatte. Unsere Kontaktperson, Rev. Joseph Walthers, ist ein landesweit bekannter Pastor und geistlicher Vater. An diesem Wochenende nun waren Pastoren aus ganz Papua Neuguinea eingeflogen um dabei zu sein als Pastor Walthers die Gemeindeleitung an seinen Schwiegersohn und seine Tochter weitergab. Er selbst wurde von Gott gerufen, mehr international tätig zu sein. So kam es, dass wir am Samstag bei einer Feier dabei waren, als Ehrengäste an weiss gedeckten Tischen, verwöhnt mit Bergen von verschiedenem Essen und Ansprachen aus denen hervorging, was für ein wichtiger Mann Joseph Walthers für das Land war und ist. Nebst der Gemeinde waren auch viele Pastoren, Geschäftsleute und Parlamentarier zugegen.

Am Sonntag morgen war dann die offizielle Stab-Übergabe. Nach ausgiebigem und fröhlichem Lobpreis, mit und ohne Strom, kam der Einzug des Ehepaar Walthers. Pompös mit Flaggen, Nationalhymne und Blumenmädchen. Es war berührend zu sehen, wie das Rednerpult vom Vater an den Schwiegersohn übergeben wurde und sie einander segneten und freisetzen für die neuen Aufgaben in ihren Leben. Noch immer wussten wir nicht, wann das Trompeten blasen stattfinden würde. Unser Gastgeber hatte mal was von Montag erwähnt. Wir hatten eher den Eindruck, es sollte wenn möglich auch an diesem WE stattfinden und sagten dies auch. Am Sonntag Mittag kam dann die Frage von Pst. Walthers: „Wie wärs heute Abend, bei der letzten Veranstaltung unsere 4 -tägigen Konferenz?“ Halleluja! Noch so gerne!
Nach vielen Zeugnissen und einem Anspiel der Jugendlichen zum Thema Vaterschaft, konnten Dad und Mam erzählen, warum wir hier sind. Wie immer endeten ihre Ausführungen in einem feurigen Input und der Funken sprang auf die Versammlung über. Gemeinsam versammelten wir uns vor der Bühne als Dad und Pastor Walthers die Trompeten bliesen. Auch hier wollte der Siegesschrei fast nicht mehr enden und gemeinsam mit der ganzen Gemeinde proklamierten wir Psalm 24. Viele kamen im Anschluss auf uns zu, um uns von Visionen oder Eindrücken zu erzählen, welche Gott ihnen gegeben hatte und die erst jetzt, nach unserem Kommen , richtig Sinn machten. Sie waren vorbereitet und das war sowohl für sie, als auch für uns eine grosse Ermutigung. Auch wurde während der Konferenz immer wieder gesagt: „Jetzt ist die Zeit für den Pazifik, für Ozeanien und die Inseln!“ Welch eine Bestätigung, da Gott uns zu Beginn des Jahres klar gesagt hatte, dass wir zu den fernen Inseln aufbrechen sollen.

Auch anwesend an diesem Abend war der Berater des Parlament-Sprechers. Er war so berührt, dass er uns kurzerhand zum Lunch ins Parlament von Papua Neuguinea einlud für den nächsten Tag. So wurden wir also abgeholt von Clement, einem Geschäftsmann (welcher auch mit der Regierung zusammen arbeitet) , welcher für die Entwicklung des ganzen Landes, wie es schien, verantwortlich ist. Gemeinsam mit ihm und seiner Frau fuhren wir an verschiede Orte rund um Port Moresby und er erklärte uns die Pläne für die nächsten Jahre. Einfach unfassbar… Neuer Flughafen, neuer Hafen, neue Stadtteile, neue Fabriken und internationale Geschäfte. Papua Neuguinea ist das neue Amerika, das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Sie haben Gas, Öl, Gold und vieles mehr und es gilt, diese Ressourcen zu nutzen und einzusetzen. Clement ist ein Visionär und es war eine Freude ihm zuzuhören. Nach einem Besuch im National Museum fuhren wir zum Regierungsgebäude. Zusammen mit dem wiedergeborenen Sprecher des Parlaments und einigen Betern assen wir zu Mittag und staunten über die Dinge, die sie uns berichteten. „20-30% der Parlamentarier sind wiedergeborene Christen“ liessen sie uns wissen. „Vor jeder Versammlung beten wir alle gemeinsam das Vater unser. (Nicht nur die Wiedergeborenen, sondern ALLE!)“ Das Land wurde vom Präsidenten persönlich dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs geweiht. Er tat Busse und trennte das Land öffentlich im Radio von allen okkulten Praktiken. Momentan ist die Regierung dran eine riesige Götzenstatue, die im Regierungsgebäude (genau mit Sichtkontakt zum Sitz des Parlaments-Sprechers) steht, zu ersetzen und zwar durch eine , die als Fundament das Wort Gottes hat und ganz klar deklariert, von WELCHEM Gott die Rede ist. Zur Einweihung dieser Skulptur laden sie Benjamin Netanjahu ein. Solche und weitere begeisternde Dinge hörten wir bei dem Lunch. Anschliessend konnten wir für sie beten und Dad blies das Shofar vor dem Eingang zum Parlament.
Stark ermutigt und auch berührt sitzen wir jetzt im Flugzeug nach Neuseeland. Was für ein Vorrecht zu sehen und erleben, was Gott auf der ganzen Welt tut und wo er überall sein Bodenpersonal positioniert hat! Wir sind gespannt und freuen uns zu hören, wie es in Papua Neuguinea weitergeht, denn das erklärte Ziel der Christen dort ist schlicht und einfach die biblische Aufforderung: Macht Nationen zu Jüngern! Das wollen sie sehen und daran glauben sie, für ihr Land: Papua Neuguinea!
H.W.

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