„Blast die Trompeten vom Norden über Europa“

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„Open the North Gate“

24. – 25. November 2012

Unter dem Titel “Open the North Gate” versammelten sich Vertreter aus 25 Nationen Europas in Hamburg. Sinn und Zweck dieser Zusammenkunft war, Gott anzubeten, Fürbitte zu tun und die „verschlossenen Tore und Quellen des Nordens“, von denen einst Segnungen nach ganz Europa flossen, wieder zu öffnen. Neben ausführlichen Lobpreiszeiten, wurden auch prophetische Handlungen durchgeführt, wie etwa das willkommen heissen einer jeden Nation am „Tisch des Herrn“. Dafür machte sich ein Vertreter des jeweiligen Landes, eingewickelt in seine Fahne auf, um über einen roten Teppich zum geschmückten Tisch zu gelangen. Dort angekommen wurden prophetische Worte ausgesprochen, es wurde für die Nation gebetet oder Busse getan. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Gastgeberland. Eine zierliche, kleine Frau kniete weinend vor dem Tisch. Um ihre Schultern lag die deutsche Fahne. Wie so oft wenn es um Deutschland geht, brach etwas von der Schuld und Scham dieses Volkes hervor, die nicht nur aus ihrer Geschichte mit den Juden resultiert, sondern auch aus Konflikten mit vielen anderen europäischen Völkern. Nach einer langen Zeit des Gebetes, stand die Frau auf und sagte: „Ich spüre, dass ich mit der deutschen Fahne tanzen soll. Aber ich bin noch nicht bereit dazu. Ich muss warten.“ Da stand plötzlich ein junger, tätowierter Pole von seinem Platz auf. Er ging nach vorne und nahm die deutsche Frau kurzerhand auf seine Arme. Mit ihr auf den Armen stand er vor dem Tisch des Herrn und begann Heilung, Wiederherstellung, Freiheit und Liebe in das deutsche Volk zu beten. „Wir lieben euch, Deutschland. Wir brauchen euch und die Berufung, die Gott euch gegeben hat. Auch ich ganz persönlich, als Pole möchte euch sagen, dass ich euch liebe und dass wir euch vergeben!“ Unzähligen Leuten liefen die Tränen übers Gesicht. Doch damit nicht genug. Als sein Gebet beendet war, begann der junge Mann (immer noch mit der deutschen Frau auf den Armen) zu tanzen. Er wirbelte und drehte sich eine Zeit lang im Kreis und als er merkte, dass sie bereit war um selber zu tanzen, stellte er sie wieder auf den Boden. Er legte seinen rechten Arm um ihre Hüften und packte mit seiner Linken ihre Hand. Gemeinsam tanzten sie, bis er sie mit einer letzten Drehung losliess und sie ganz alleine, nur mit ihrer deutschen Fahne, den Tanz weiterführte.
Im Versammlungsraum wurde die Anbetung nie unterbrochen. Die Nacht war auf die verschiedenen Nationen aufgeteilt worden. Alle die wollten, konnten eine „Wache“ leiten. Der nächste Tag kam und somit war die Zeit fürs Trompetenblasen gekommen. Natürlich hatten wir schon in und über Deutschland geblasen (2010), aber der heutige Weckruf war nicht für ein spezifisches Land gedacht, sondern nochmal für und über ganz Europa als Gesamtes. Meine Eltern sprachen über die Botschaft hinter dem Weckruf und man konnte deutlich sehen, dass die Leute sowohl berührt als auch herausgefordert wurden. In einer prophetischen Handlung hatten wir zuvor das „Nord Tor“ geöffnet und nun bildeten alle Leute eine grosse Gasse, in dessen Mitte mein Vater, zusammen mit einem jungen Engländer, die Trompeten blies. Es folgte eine sehr starke, hingebungsvolle Gebetszeit.
Der Montag kam und somit war es Zeit, nach Hause zu fliegen. Wir standen am Hauptbahnhof in Hamburg und warteten auf unsere S-Bahn, die uns zum Flughafen bringen sollte. Eine Mitteilung über Lautsprecher erregte unsere Aufmerksamkeit: „Es befinden sich betriebsfremde Personen auf den Gleisen, daher kann sich die Abfahrt verzögern.“ Keine 2 Minuten später wurde der ganze Bereich gesperrt, Massen von Polizisten, Feuerwehrmännern und Sanitätern stürmten die Gleise. Von allen Seiten waren nur noch Sirenen zu hören. Wir verliessen das Gebäude, um nach einem Taxi Ausschau zu halten und trauten unseren Augen nicht. Innerhalb von 5 Minuten war der Bahnhof umstellt worden, von 15 grossen Feuerwehr- und Polizeiautos. Bis heute wissen wir nicht, was dort geschehen ist. Was uns jedoch noch mehr zu denken und zu beten gab, war der darauf folgende Tag. Keine 24 Stunden später waren wir erneut in Deutschland, diesmal in Duisburg. Als wir in die Stadt reinfahren wollten, war alles verstopft und total chaotisch. Nichts ging mehr. Wir riefen meinen Onkel an, um ihn über unsere Verspätung in Kenntnis zu setzen. Seine Worte hörten sich an wie ein Witz: „Es wurde eine 500 kg Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Sie können sie nicht entschärfen, also wollen sie die Bombe sprengen. Sie müssen aber noch einige Häuser evakuieren und der ganze Stadtteil wo ihr übernachten wollt wurde abgeriegelt. Ich stehe seit 4 Stunden an derselben Stelle und komme nicht mehr weg.“ Wir fanden etwas später einen Parkplatz und machten uns auf in die Stadt, um die Wartezeit mit einem Nachtessen zu verkürzen. Die Stassen waren so leer, wie wir sie noch nie gesehen hatten. Von allen Seiten ertönten die verschiedenen Sirenen von Polizei, Feuerwehr und Ambulanz. Es war dunkel und richtig unheimlich. Ein Altersheim musste evakuiert werden und so zog ein Konvoi aus 35 Ambulanzen an uns vorbei. Alle mit Blaulicht und Sirene. Es hörte sich grässlich an und erinnerte uns an die Vision, welche Gott meinem Vater gegeben hatte: Ein Horrorszenario und überall war Sirenengeheule zu hören. Dazu Gottes Worte: „Emergency, Emergency, meine Gemeinde ist in einer Notsituation. Aber sie merken es nicht, sie glauben es nicht, weil sie schlafen!“ Waren diese zwei letzten Tage eine Bestätigung für das, was wir die letzten 3 Jahre getan haben, oder möchte Gott noch weiter zu uns sprechen? Wer Ohren hat, der höre…!
H.W.

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