„Blast die Trompeten vom Osten über Afrika“

tansaniag     loc_tansania

Tanzania

6. – 16. Juni 2014


Es schien als ob die ohrenbetaeubende Musik, im Speziellen der Bass, immer wieder das ganze Gebaude erzittern lies. Schweiss lief uns uebers Gesicht und vermischt mit dem Moskitospray liess er den Staub so richtig schoen an uns kleben. Doch die afrikanische Freude und Begeisterung im Lobpries machte keineswegs vor uns halt, man kann sich ihr nicht entziehen. So tanzten wir mit Jung und Alt, auf jede erdenkliche Art und Weise. Was fuer ein Spass! Immer wieder in Afrika sind wir begeistert von der Gabe des Worships und des Feierns, welche Gott in diesen Kontinent gegeben hat. Und das trotz der oft nicht einfachen Umstaende, in welchen viele von ihnen leben. So hatte beispielsweise unser „Kontakt- Pastor“ am Tag unserer Ankunft erfahren, dass seine Frau Krebs hat und ihr nur noch wenige Tage zu leben bleiben. Trotzdem wiederholte er immer wieder, was es fuer ein Segen sei, uns und die Botschaft Gottes zu empfangen. So stieg er, als das letze Lied verklungen war, mit meinem Vater auf die Buehne. Die Kamera war installiert, denn der Gottesdienst wurde in verschiedenen Laendern Ostafrikas uebertragen. Innert kuerzester Zeit hatten sich die beiden in noch mehr Schweiss geredet. Das Hemd von Dad wurde von Minute zu Minute dunkler, aber der Heilige Geist war stark anwesend. Die Beteiligung der Afrikaner waehrend der Predigt ist etwas herrliches. Sie schreien dazwischen, wedeln mit dem Armen, springen von ihren Sitzen und sind mit Leib und Seele dabei. Die Offenheit fuer die Trompetenbotschaft war zum Greiffen. Nachdem Dad die drei Aspekte des Weckrufes (zurueck zur ersten Liebe, zurueck zum Wort Gottes, zurueck zu unseren Wurzen, sprich Israel) erlaeutert hatte, bliess er zusammen mit Pastor John die Trompeten vom Osten her ueber dem Kontinent Afrika. Anschliessend wurde fuer lange Zeit jeder der 3 Punkte einzeln bebetet.



Die Gottesdienste in Afrika dauern lange, trotzdem sind sie keineswegs langweilig. Die Offenheit fuer das Wirken des Heiligen Geistes macht aus jeder Versammlung ein Abenteuer. So konnten auch wir anderen von der Gruppe (wir waren zu acht nach Tanzania geflogen) erzahlen, was Gott uns aufs Herz gab, wir konnten beten mit einzelnen Leuten und hatten so immer wieder Gelegenheit, unsere Gaben einzubringen. Die ganzen zehn Tage waren nebst den langen Wartezeiten (welche Afrika zu Afrika machen) vollgepackt mit highlights. Seminare in zwei verschiedenen Gemeinden, Besuchen bei den Pastoren zu Hause, eine Safari zusammen mit Gemeindemitgliedern, wo wir die Schoenheit und Vielfalt von Gottes Schoepfung bestaunen konnten, Besuch einer Schule und viel Gemeinschaft als Gruppe aber auch mit Leuten aus dem Land. Ausserdem konnte Dad die Trompetenbotschaft auch live im Radio weitergeben und damit wurde ca. eine Million Leute in Tanzania erreicht.



Bei vielen flossen die Traenen, als wir von der Gemeinde zum Abschied gesegnet wurden. Tanzania hat bei uns allen einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wir sind Gott dankbar, fuer die Art und Weise wir er uns begegnet ist, wie wir gesegnet wurden und ein Segen sein konnten. Ebenso sind wir unseren afrikanischen Geschwistern dankbar, fuer alles was wir von ihnen lernen durfen und fuer die Liebe welche sie uns entgegenbrachten. 3 Tage nach unserer Heimkehr ist die Frau von Pastor John verstorben. Wir verstehen es nicht und trauern um sie und doch wissen wir, dass Gott keine Fehler macht und er den Fluch in Segen umwandeln kann. Wir erwarten und Glauben, dass aus diesen wenigen Tagen, wo so viel segensreiches, aber auch Trauriges geschehen ist, viel Frucht hervorgehen wird. Zur Verherrlichung seines Names und zum Bau seines Reiches.
HW.

Kommentare sind geschlossen