„Blast die Trompeten vom Osten über Amerika“

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Brasilien

11. – 19. Juli 2015

Beim Planen und Gott fragen, wo die Einsätze auf den Kontinenten jeweils stattfinden sollten, hatten wir den Eindruck, dass Er Amerika als einen Kontinent sieht;also Nord- Mittel- und Südamerika zusammen. Deshalb bliesen wir die Trompeten in Kanada vom Norden her. In Kalifornien vom Westen und nun in Brasilien vom Osten. Wir hatten keinen direkten, eigenen Kontakt, da wir noch nie in Brasilien waren. Über einen jungen Pastor aus Zürich (er ist Chilene), den wir in Jerusalem kennen gelernt hatten, kam es zu einem Kontakt – via Chile nach Rio de Janeiro. Klingt umständlich und alles ein wenig unsicher ;könnte man meinen. Aber Gott war es letztendlich, der alles wunderbar vorbereitete. Jorge ,unser junger Pastor von Zürich, war unsere Schlüsselperson, die alles in die Wege leitete. Er riet uns dringend für einen Übersetzer zu beten, da nur wenige Leute in Brasilien englisch sprechen und noch weniger, die auch noch Christen sind und im Geist mitfliessen beim Übersetzen. Pastor Silvio, der uns dann letztendlich empfing, hatte noch niemals einen Gast von auswärts. Jemanden einzuladen, für ihn „verantwortlich“ sein und eine Art Programm zu erstellen, plus Übersetzer zu organisieren, ohne selbst ein einziges Wort Englisch zu können, war wirklich eine große Herausforderung für ihn. Er meisterte das auf eine unnachahmliche Art und Weise. Er holte uns selber am Flughafen ab, inklusive seine Tochter und drei seiner Gemeindemitglieder, von denen zwei einige Brocken Englisch sprachen. Pastor Silvio hätte statt Pfarrer auch Schauspieler werden können. Oder noch besser Komiker! Weil wir nicht reden konnten, haben wir umso mehr gelacht! Er hatte ein Programm für uns zusammen gestellt, das es in sich hatte! Wir realisierten aber recht schnell, dass wenig bis nichts davon so durchgeführt wurde, wie es auf dem Papier stand. Sie kümmerten sich rührend um uns und mit ihrer fröhlichen, warmherzigen Art eroberten sie im Nu und immer wieder unsere Herzen. Ich konnte die Trompeten Botschaft in vier Gemeinden predigen! Die Trompeten bliesen wir in Pastor Silvios Gemeinde. An allen anderen Orten blies ich jeweils das Shofar, gefolgt von einem Sieges- und Geburtsschrei nach Jesaja 42,13-14!
Die Übersetzerin, die Gott uns schenkte, war übrigens eine Gebetserhörung. Sie war voll dabei, in Geist, mit Mimik, Gestik, Stimme und Emotionen, dass es nicht idealer hätte sein können! Danke Herr und Danke Thaysa! Einmal übersetze Marcio, ihr Englisch-Lehrer und Mentor, weil sie arbeiten musste. Er ist eindeutig ihr Lehrer! Einfach genial. Marcio erklärte uns auch, dass die Gemeinde in Brasilien in keinem guten Zustand ist. Die meisten Gläubigen wollen einfach nur von Gott gesegnet werden: mit Gesundheit, Finanzen, Job, einfach einem gutes Leben. Geld spielt eine wichtige Rolle. Sie wollen die Gaben, aber nicht wirklich den Geber. Wir hatten aber den Eindruck, dass Gottes Botschaft und Weckruf in vielen Herzen willig aufgenommen wurde und etwas Neues zur Geburt kommen wird.
Zu den Predigteinsätzen kamen Besuche bei Familien, in einer Druckerei mit gläubigem Besitzer und die Besteigung eines Art Gebetsberges (Mt. Sinai) von dem wir einen grandiosen Blick auf die Stadt hatten und natürlich auch von dort das Shofar bliesen. Dazwischen hatten wir die Möglichkeit die Sehenswürdigkeiten von Rio zu genießen: die Christus Statue, den Zuckerhut, Strassenmarkt und natürlich Copacabana Beach. Es waren unvergessliche, wunderbare Momente mit atemberaubend schönen Bildern. Danke auch dafür, Herr ! Und für unsere lieben neuen Freunde und Geschwister in Rio. Welch ein Vorrecht Gottes Botschafter zu sein und in seinem Namen Gute Nachricht zu bringen.
W.W.

 

 

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