„Blast die Trompeten vom Westen über Amerika“

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Sacramento USA

20. bis 27. August 2014

Nach einer Ruhepause/Erholungswoche, die wir in Tonga verbringen konnten, landeten wir am 20. August in San Francisco. Dort wurden wir von Sue Landry abgeholt, die uns auf ihre spezielle Art half, vom „Ruhemodus“ direkt in den “ Arbeitsmodus“ hinein katapultiert zu werden. Denn vom Flughafen fuhren wir sofort zu einer Kirche, deren Pastor sie kannte. In dieser Kirche blies ich das Shofar, quasi als Auftakt zu weiteren „Shofar Einsätzen“, die noch vor und nach dem Trompeten blasen, stattfinden sollten. Der Pastor erzählte uns, dass sie gerade von einem Anbetungseinsatz zurück wären, den sie in Deutschland hatten und zwar in Duisburg, in der Stadt in der ich geboren und aufgewachsen bin!
Von dort fuhren wir zur Golden Gate Brücke. Unter all den vielen Touristen fragten wir einen jungen Mann, ob er ein Foto von uns machen könnte. Wie sich herausstellte war er Israeli, der gerade aus dem Gaza Krieg kam und einige Tage hier bei seiner Schwester zu Besuch war. Wir erklärten ihm, dass es Christen überall auf der Welt gäbe, die für Israel beten würden. Sue erklärte ihm das Evangelium und wir beteten für ihn. Das sollte nur der Anfang von einer ganzen Reihe göttlicher Begegnungen sein, die wir in den nächsten Tagen erleben durften! War sehr speziell, mitten auf der Golden Gate zu stehen und das Shofar zu blasen. Diese Brücke ist nicht nur Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, sondern auch für Menschen, die sich hier das Leben nehmen und von der Brücke in den Tod springen. Wir hörten mehrmals, von verschiedenen Leuten, dass Kalifornien quasi das Tor nach Amerika ist. Oder anders ausgedrückt: der Geburtsort für viele „Aufbrüche“ war und bis heute geblieben ist. Und was hier zur Geburt kommt, beeinflusst zuerst ganz Amerika und dann den Rest der Welt. Das ist z.B. bei Wahlen von Gesetzesvorlagen so. Die Gier nach Gold brachte Menschen aus aller Welt hierher. Die erste offizielle Satanskirche wurde hier geboren. Die 68er Bewegung entstand hier (Geist der Rebellion), die freie Liebe (Sex jeglicher Art) und der Drogenkonsum – als neue, seligmachende Lebensart propagiert. Daraus kam die Hippybewegung zur Geburt. Und nicht zuletzt ist hier der Geburtsort von Apple, Google und anderen Kommunikationsgiganten, die unsere Gesellschaft weltweit und tiefgreifend verändert hat. Kein Wunder also, dass Gott sich diese Region erwählt hat, um von hier (vom Westen) über den Kontinent Amerika den Weckruf ertönen zu lassen! Und Gott hat auch hier sein Volk, wie in jeder Nation, das vor Ihm steht, Ihn sucht, anbetet und für Land und Menschen eintritt, betet und fastet. Wir haben viele von diesen wunderbaren Geschwistern getroffen. (Sue kennt fast jeden und weiss ALLES, was im Christlichen Sektor läuft!) Wir waren bei etlichen solcher Gebetstreffen dabei und von einigen hörten oder lasen wir. So z.B. von “ The Call“, dessen Initiator Lou Engel zu einem 50 tägigen Fasten aufgerufen hat, das dann am 4.Oktober in einem Gebetstreffen in Berkeley (The Call Berkeley) mündet. Dort, wo vor 50 Jahren die 68er Bewegung geboren wurde, werden Tausende junge Menschen, vor Gott kommen, um Vergebung bitten und um eine neue Ausgiessung des Heiligen Geistes bitten. Halleluja! Auch an diesem Ort konnten wir das Shofar blasen (und einem Studenten das Evangelium erklären – was Evangelistin Sue an jeder Tankstelle, im Shop, auf der Strasse tut…. Oh Herr, das brauche ich auch!!!!)

Um den Weckruf mit den beiden Trompeten zu blasen, waren wir nach Sacramento eingeladen. Dort in der Hauptstadt von Kalifornien, fand eine Open Air Anbetungsveranstaltung statt. Es wurde 8 h ohne Unterbruch angebetet und zwar direkt vor dem Regierungsgebäude. Während dieser Zeit wurde im Haus nonstop gebetet. Geleitet wurde das Gebet durch Fred und Susan Rowe (Trumpet Ministry). Wir wurden nochmals herzlich als Gottes Gesandte willkommen geheissen, sie beteten für uns, segneten und salbten uns zu unserem Auftrag. Ein Pastor aus Sacramento wollte als erster ein Gebet von uns für dieses Aufgeweckt-werden. Mit ihm blies ich dann die Trompeten. Alle Anwesenden schrien nach dem Blasen; einen Siegesruf, damit Mauern einstürzen! Mit Psalm 24,7-10 luden wir Jesus, den König aller Könige, noch einmal ein.
Elf Stunden später, um 3.19 morgens gab es ein Erdbeben in der Region mit der Stärke von 6,1. Regula wurde dadurch geweckt, sah auf den Wecker und der schlug gerade von 3.19 auf 3.20 Uhr. Sie empfing im selben Moment die Schriftstelle von Philipper 3,19-20 (…deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen. Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten).
Wir hörten und lasen am Morgen, dass das Zentrum des Bebens mitten in einem der grössten Weinanbaugebiete lag. Dort werden teure, edle Weine hergestellt, gelagert und verkauft (bis 5000$ pro Flasche). Man spricht zum Teil von „Alten Weinen“. Genau dort hat das Beben grosse Schäden angerichtet. Es ist mitten in der Erntezeit und so ist ein Grossteil der Trauben zerstört und auch diverse Lagerbestände an Flaschen sind zerbrochen. In einem der grössten Weingüter wurde die Statue des Weingottes Bachus vom Sockel gestürzt! Es bricht etwas auf – Neues kommt zur Geburt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und wir waren weiter unterwegs um das Shofar zu blasen u. a. an einem Gottesdienst für Obdachlose, am Pier, direkt am Wasser. Das Pastorenehepaar macht das seit vielen Jahren, aber genau bei unserem Besuch trafen sie sich zum 1.x an diesem neuen Ort. Und wir durften ihn wie einweihen, sie segnen und in ihr Leben hineinsprechen! Welch eine Ermutigung für alle Beteiligten! Sie machen sich völlig eins mit den Menschen, denen sie dienen und predigen. Was für Herzen verbergen sich unter dieser unscheinbaren Oberfläche! Ihre Liebe zu diesen Randständigen und ihre demütige Art beschämen mich und rufen tiefe Bewunderung in mir hervor. Obwohl sie uns erst 10 Min kennen, darf Werner zu den Leuten sprechen; über den liebenden Vater mit den weit offenen Armen, der auf JEDEN wartet.
Daniel, ein heim(at)loser Schwede, war schon in Effretikon auf einem Missionseinsatz! Und nun das….. Sein Schicksal und sein Schmerz beim Beten berühren mich (und ihn) tief! Bring Heilung in diese kostbare, verletzte Seele, Vater! Ihn zu umarmen und DEIN Herz für diesen Mann zu spüren, ist überwältigend, ABBA!
Dort in der Nähe treffen wir auf Rolf, einen Obdachlosen aus Duisburg/Oberhausen (wieder aus meiner Geburtsstadt), der seit ca 25 Jahren hier ist und nun auf der Strasse lebt. Wir beten natürlich für ihn. Sogar Regulas letztes Evangeliumskärtchen in Deutsch steckt er sorgfältig ein – und das, obwohl er zu Anfang meinte: „Buddha, Allah, Jesus…kommt doch nicht drauf an. Hab’s nicht so mit Religion.“ Wie gut, dass wir mit ihm über eine (Liebes-) Beziehung reden können!!!!!
Würden wir hier jede Begegnung aufschreiben, würden wir noch zwei Seiten füllen! Kein Wunder kamen wir überall zu spät…wir pünktlichen Schweizer…

Im Dunkeln erklimmen wir Daniels Peak, den höchsten Hügel in San Francisco. Die Aussicht ist atemberaubend! Dort beim Erinnerungs-Kreuz beten wir per Handy mit einer gebürtigen Armenierin. Thema: Der Genozid der Türken an ihrem Volk, der dieses Jahr 100 Jahre zurückliegt. Versöhnung durch Eingeständnis der Schuld. Vergebung. Versöhnung. Heilung, Freisetzung und Wiederherstellung im Namen Jesu. Gott zur Ehre.
Ein weiteres Highlight ist das monatlich stattfindende Gebets-Treffen vor dem Rathaus/Cityhall mit Gläubigen aus allen Kirchen der Region – der Siegesschrei erfüllt das Stadtzentrum. Und dann das Teilen des Brotpuddings mit einem „Ex-Knasti-Pastor“, der von der Stadt San Jose angestellt ist und von der Polizei als Schlichter bei Gang-Kriegen angefragt wird. Und auch allfällige Beerdigungen übernimmt …Vom meistgesuchten Drogendealer zum wandelnden Bibellexikon; ein Mann Gottes voll Feuer, Leidenschaft und Tatoos; das KANN nur Gott sein! Zeichen und Wunder sind in seinem Dienst normal. Wenn seine Frau mit diesen starken, gewaltbereiten und hartgesottenen Kerlen betet, brechen sie in Tränen aus! Was für ein Volk hast Du hier auf Erden, Vater!
By the way: Wir standen auf der gleichen Kanzel wie Smith Wiggleworth und Aimee Semple Mc Pherson. Hoffentlich klebt etwas von ihrer Salbung an uns!
Am letzten Abend sind wir zu einem „prophetischen Gebetstreffen“ eingeladen. Werner teilt die Botschaft und erzählt u.a. von den spanisch sprechenden Juden, die heimkommen in den Negev. Beim Beten fragt mich eine Frau 3x:“ Was siehst Du?“ „Ich sehe einen Speer in Gottes Hand, – Du bist dieser Speer- den ER weit wirft und ins Ziel trifft.“ “ Ich bin eine sephardische Jüdin!“ Oh Herr….. Danke für alles!

Was für eine atemberaubende Zeit, in der wir leben! Mögen wir alle ganz persönlich zu einem Wohnort Gottes werden und so zu Trägern seiner Liebe und Leidenschaft für die Menschen, die Ihn noch nicht kennen.
W.+R.W.

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