Blast die Trompeten über Monaco

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5. November 2012

Die Fahrt von San Marino nach Monaco war eine der schönsten, die ich je erlebt habe. Entlang der Küste von Italien und ein kleines Stückchen Frankreich bei Sonnenschein und einem herrlichen Blick auf das türkisblaue Wasser. Dankbar für die privilegierte Lage, in göttlicher Mission an einem so schönen Ort unterwegs sein zu dürfen, fuhren wir der High Society-Metropole Monaco entgegen. Die göttliche Führung in San Marino erfüllte mich noch immer mit Freude und viel Zuversicht für unsere nächste Station, wo wir ebenfalls keine Kontaktperson hatten.

Dort angekommen machten wir uns nach einer Gebets- und Austauschrunde bei frühlingshaften 23° auf die Suche nach der Person und dem Ort, wo Gott hier seinen Weckruf platziert haben wollte. Wir kamen zu einer kleinen Kapelle, welche leider verschlossen war. Doch der atemberaubende Ausblick auf die gesamte Stadt, Küste und die Residenz von Fürst Albert liess uns dort einen Moment verharren. Ein Strassenwischer gesellte sich zu uns und genoss ebenfalls das Panorama. Unser Kontakt? Sofort versuchten wir Ihm mit Händen und Füssen klarzumachen, wieso wir hier waren und ob er mit uns trompeten würde. Das gehe leider nicht, er sei im Dienst und bekomme grosse Probleme, wenn ihn der Direktor sehen würde. Das war er also nicht…

Als nächstes versuchten wir es in der Kathedrale von Monaco. Wir kamen mit dem diensthabenden Wärter ins Gespräch und dieser schien anfänglich auch bereit zu sein, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Er führte uns zu dem Priester, um auch noch die offizielle Erlaubnis für den kurzen Einsatz direkt vor der Kathedrale zu bekommen. Der Priester schien ebenfalls über betenden Besuch und die Initiative erfreut zu sein und so standen wir kurze Zeit später mit dem Wärter vor der Türe. Doch plötzlich schien dieser wie verwandelt zu sein und erklärte uns, dass er nicht hier draussen sein könne. Sein Gebiet ende hier und er müsse drinnen sein, er arbeite heute alleine und überhaupt ginge das alles nicht und weg war er. Wir suchten darauf nochmals den Priester auf und auch dieser war sehr überrascht ab dem Verhalten des Angestellten. Doch aufgrund eines Besuches hatte er schliesslich keine Zeit mehr sich diesem Anliegen anzunehmen.

Vor der Kathedrale standen wir nun, etwas ratlos und verwundert über das eben Geschehene. „Herr was nun?“ Ich hatte kein gutes Gefühl bei dem Vorschlag, die Trompeten mit dem Segen der Kirche mit meinem Vater zusammen hier zu blasen. Wir beschlossen daher, erst mal Essen zu gehen und weiterhin auf Gottes Eingreifen und Reden zu warten.
Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Während meiner Gebetszeit einige Tage vor der Reise hatte Gott zu mir gesagt: „Du wirst in Monaco die Trompeten blasen.“ Ich hatte das mit einem Lächeln weggewischt und gesagt: „Ja Herr, aber das kannst du Dad selber sagen…“ Natürlich hatte ich nicht gedacht, dass ich anstelle des Monegassen blasen würde. Aber seine Pläne sind höher als unsere und trotz meines anfänglichen Unverständnisses für sein Reden kommt das, was ER beschlossen hat, zustande.

Im Nu waren wir uns einig, dass wir an den ersten Ort, wo wir mit dem Strassenwischer standen, zurückkehren und die Trompeten blasen sollten. Gott hatte diesen Eindruck aber von uns anfänglich zurückgehalten, damit die Botschaft auch wirklich den Leuten hier im Lande gesagt wurde und wir nicht leise still und heimlich unseren Auftrag ausführen und wieder abziehen. Es wurde gesagt, was gesagt werden musste und mit dem Segen der dortigen Kirche bliesen schlussendlich mein Vater und ich die Trompeten über Monaco.

JW

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